GartenTech 2012
Am 20. und 21. Juni 2012 findet die nächste Fachausstellung GartenTech 2012 und wird die Neuerungen auf dem Gerätesektor präsentieren. Erneut werden zahlreiche Besucher aus diversen Wiener Magistratsabteilungen, aber auch aus Gemeinden in ganz Österreich auf dem Vorplatz des Stadions im Wiener Prater erwartet.
Doch bevor es soweit ist, laden wir Sie dazu ein, die schönen Bilder von der letzten GartenTech im Mai 2011 anzusehen und einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was Sie dieses Jahr erwartet!
GartenTech 2011
Bereits zum 10. Mal fand am 24. und 25. Mai 2011 beim Ernst-Happel-Stadion die GartenTech statt. Diese Veranstaltung, die von der MA 48 gemeinsam mit anderen Magistratsabteilungen organisiert wird, ist eine Fachschau für Kommunalgeräte, die von der Stadt Wien zur Betreuung und Pflege von Wiens Grünflächen, Wäldern, Wiesen und Parks zum Einsatz kommen.
Eröffnet wurde die Messe von Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima: „Die Stadt Wien legt größten Wert auf den Einsatz von umweltfreundlichen Geräten, der ökologische Aspekt ist uns sowohl bei der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb ein zentrales Anliegen. Es freut mich besonders, dass die E-Mobilität mit den ausgestellten E-Fahrzeugen auch hier einen so großen Stellenwert einnimmt", so Sima.
Umweltfreundliche Fahrzeuge
Die Ökologie hat in Wien bei der Beschaffung von kommunalen Fahrzeugen und Geräten seit Jahren einen sehr hohen Stellenwert, wodurch auch neue Impulse an die Wirtschaft gesetzt werden. So werden in einer eigenen Arbeitsgruppe des „ÖkoKaufs Wien" diesbezügliche Kriterienkataloge ständig an den Stand der Technik angepasst, sodass gesetzlich vorgegebene ökologische Mindeststandards weit übertroffen werden. DI Josef Thon, Leiter der in Wien für den Einkauf von technischen Geräten und Fahrzeugen zuständigen MA 48, betonte die gestiegenen Anforderungen an die Herstellerfirmen: „Die GartenTech bietet den Kunden, also den verschiedenen Magistratsabteilungen, die Möglichkeit, ihre Wünsche im Sinne des Umweltschutzes direkt bei den Herstellern zu deponieren. Somit können ökologische und gleichzeitig auch praktische Lösungen gemeinsam erarbeitet werden."
Für die Betreuung der rund 20.000.000 Quadratmeter Grünfläche in Wien setzt die Stadt derzeit rund 200 Rasentraktoren und Großflächenmäher, 600 Handrasenmäher und 1.000 Forstgeräte wie Motorsägen und Heckenscheren sowie 150 Muli-Kleinfahrzeuge ein.
162.000 Euro für soziale Projekte
Die GartenTech findet auf Initiative der MA 48 in Zusammenarbeit mit dem Sportamt (MA 51), den Wiener Bädern (MA 44), den Wiener Stadtgärten (MA 42), dem Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) und der Initiative „ÖkoKauf Wien" statt. Die bei der GartenTech ausstellenden Firmen - heuer insgesamt 34 - spenden traditionellerweise für einen guten Zweck, im Laufe der letzten zehn Jahre kamen so bereits über 162.000 Euro zusammen.
Umweltstadträtin Sima übergab heute Kicker-Legende Herbert "Schneckerl" Prohaska, Willi Resetarits und Alfred Dorfer Schecks in der Höhe von je 5.666,66 Euro für soziale Projekte. Alfred Dorfers Scheck geht an den „Fond Dorfer“, der alleinerziehende Mütter unterstützt, die von der Delogierung betroffen sind. Herbert Prohaska verwendet das Geld für einen Verein, der sich um behinderte und lernschwache Kinder kümmert. Willi Resetarits unterstützt mit dem großzügigen Scheck das von ihm initiierte Integrationshaus, das vor allem traumatisierte, minderjährige Flüchtlinge aufnimmt.
Dank an Organisator
Erich Koza von der MA 48, der die GartenTech heuer schon zum 10. Mal organisiert hat, bekam bei der Eröffnung von Stadträtin Ulli Sima als Dank für die langjährige Organisation einen kleinen, hölzernen Rasenmäher überreicht. „Denn“, wie Josef Thon meinte, „Erich hat schon alles, er hat sogar schon eine 48-er Glocke, die höchste Auszeichnung, die die MA 48 zu vergeben hat. Vielen Dank für deine Mühe, Erich!“. Auch die Aussteller wurden mit kleinen Pokalen bedacht, auf denen „10 Jahre GartenTech“ zu lesen ist.
„Danke an alle Aussteller für ihre großzügigen Spenden und auch danke für die langjährige gute Zusammenarbeit", so Ulli Sima, die damit die GartenTech 2011 für eröffnet erklärte.
EuroKommunal hat einen Rundgang durch die GartenTech unternommen und sich umgehört – lesen Sie auf den folgenden Seiten was Stadträtin Ulli Sima, MA 48-Chef Josef Thon und einige Aussteller zur GartenTech sagen:
Mag. Ulli Sima, Umweltstadträtin Wien
EuKo: Die GartenTech gibt es bereits seit zehn Jahren. Sind Sie zufrieden damit, wie sich die Veranstaltung in den letzten Jahren entwickelt hat?
Ich bin seit sieben Jahren Umweltstadträtin und auch zum siebten Mal bei der GartenTech dabei. Es ist toll zu sehen, wie sich die Veranstaltung entwickelt hat. Damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass die Fachausstellung selbst größer geworden ist, sondern natürlich auch das Angebot. Man kann jedes Mal neue und innovative Entwicklungen beobachten, gerade im umweltrelevanten Sektor.
EuKo: Stichwort „Elektromobilität“ – welchen Stellenwert hat die Elektromobilität auf der GartenTech 2011?
Die Elektromobilität ist die Technologie der Zukunft. Man sieht täglich, wie sie immer stärker wird. Die Stadt Wien hat eine Förderaktion für E-Fahrräder und Zweiräder. Wir merken deutlich diesen unglaublichen Boom. Wir müssen andauernd den Fördertopf erhöhen, da wir so einen hohen Andrang haben. Ich glaube, dass wir in ein paar Jahren ganz professionelle Elektroautos haben, die sich von den herkömmlichen Autos kaum noch unterscheiden werden.
EuKo: Umweltschutz wird in elementaren Bildungseinrichtungen – Kindergarten und Volksschule – immer mehr Platz eingeräumt, z.B. Putzaktion in der Lobau. Wie reagieren die Kinder auf einschlägige Aktionen und Initiativen?
Die Kinder sind die besten Umweltschützer, die wir haben. Sie können sogar ihren Eltern beibringen, den Müll richtig zu trennen. Sie sind ganz wichtige Partner für uns und wir hoffen aufrichtig, dass aus diesen Kindern auch umweltbewusste Erwachsene werden.
EuKo: Welcher Schwerpunkt in Ihrem Ressort hat derzeit höchste Priorität?
Es gibt mehrere. Ein ganz wichtiges Thema ist natürlich die Sauberkeit, ein Bereich in der Stadt an dem immer dran bleiben muss. Der zweite Bereich ist der Tierschutz.
Bild: Höher, 6534.jpg
DI Josef Thon, Abteilungsleiter MA 48
EuKo: Die GartenTech als erfolgreiche und etablierte Veranstaltung ist seit Jahren ein Treffpunkt für Experten der Branche. Jedes Jahr kommen neue Aussteller dazu. Sind Sie stolz darauf, wie sich die Veranstaltung in den letzten Jahren entwickelt hat?
Um auf Neuwienerisch zu antworten, ich bin total happy darüber! Wir können hier Innovationen ausstellen, die es ansonsten nirgends zu sehen gibt. Die GartenTech ist zwar eine kleine Messe, die nur vom Fachpublikum frequentiert wird. Das merkt man auch auf Anhieb: Es sind Expertengeräte zu sehen, Kunden werden von Experten beraten, das gibt es nur einmal im Jahr und das finde ich super.
EuKo: Die Blumenerde „Guter Grund“ wurde mehrfach ausgezeichnet. Angenommen, eine Person hat noch nie etwas davon gehört. Wie würden Sie die Vorteile vom „Guten Grund“ schildern?
Die Blumenerde „Guter Grund“ ist derzeit unsere größte Kreislaufwirtschaft. Es macht natürlich keinen Sinn nur Biotonnen zu sammeln und es zu kompostieren und anschließend nichts damit zu machen. Wir haben hier nur Grünabfälle kompostiert, keine tierischen Abfälle und keine Lebensmittel. Wir haben 100.000 Tonnen Eingangsmaterial und aus diesem Kompost wurde die Blumenerde produziert. Den „Guten Grund“ gibt es inzwischen auch beim Lebenmittelgeschäft „Billa“ zu kaufen sowie auf 19 Wiener Mistplätzen. Somit ist der Kreislauf geschlossen. Der zweite große Vorteil ist die torffreie Erde. Bei uns kriegen sie das beste Material und können sicher davon ausgehen, dass sich die Ökologie und die Biolandwirtschaft in Wien aber auch in Österreich treffen.
EuKo: Wie sieht es in anderen Bereichen aus – ist es auch anderswo möglich, den Stoffkreislauf komplett zu schließen?
Wo uns dies gelungen ist, zumindest zu 95 Prozent ist die Plastiksammlung. Wir sammeln die Flaschen, die allesamt einen hohen Reinheitsgrad haben und nur wenige Störstoffe beinhalten. Dank einer vollautomatischen Anlage wird aus einer Flasche wieder eine Flasche.
EuKo: Stichwort „Elektromobilität“ – welchen Stellenwert hat die Elektromobilität auf der GartenTech 2011?
Die GartenTech zeigt den aktuellen Standard der Elektromobilität. Ich muss ganz offen sagen, dass wir nicht alle Probleme gelöst haben. Etwa in den Problemen Erreichbarkeit, Windtauglichkeit sowie im Batteriebereich gibt es immer noch Schwierigkeiten. Besonders bei den Batterien haben wir noch nicht den großen Durchbruch geschafft. Aber von der Technik oder Optik her, gibt es inzwischen ganz tolle Modelle der Elektrofahrzeuge für den städtischen Gebrauch. Es gibt serienmäßige Fahrzeuge, Prototypen, die man sich kaufen kann zu einem durchaus vernünftigen Preis, um anschließend in der Stadt Wien gut unterwegs sein zu können.
EuKo: Die aktuelle Sauberkeitskampagne der MA 48 hat dank ungewöhnlicher Visualisierung viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wie sind die Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger auf die Kampagne bisher gewesen?
Wir waren anfangs erstaunt, wie die Menschen auf die Glaskugel reagiert haben. Eine Umfrage ergab, dass über 78 Prozent der Wienerinnen und Wiener die Kampagne gut finden, was wirklich kein schlechtes Ergebnis für eine Kampagne ist. Es ist ja nicht das Plakat an sich grausig, sondern die Hundekacke die man in der Realität auf den Straßen Wiens täglich sehen kann. Ich glaube es ist uns wirklich gelungen, auf das Thema aufmerksam zu machen. Vor drei Jahren wäre es noch undenkbar, dass täglich über 47.000 Sackerln mit Hundekot eingesammelt werden können. Das ist inzwischen die Realität. Dank der Plakate ist das Problem mit der Hundekacke spürbar zurückgegangen.
Glauben Sie, dass der „Überraschungseffekt“ nötig ist, um Aufmerksamkeit auf z.B. Umweltschutz zu lenken?
Aktionismus alleine reicht nicht und macht eine gute Kampagne nicht aus. Aber eine gut durchdachte Initiative benötigt nun mal einen „Aha-Effekt“, das ist in der heutigen Medienlandschaft notwendig. Aber ein sinnloses Produkt wird selbst die größte Sensation nicht retten können.
Bild: Höher, 6525.jpg
Erich Koza, MA 48 / Organisator der GartenTech
Die Fachausstellung GartenTech gilt es Jahr für Jahr zu organisieren. Was ist die größte Herausforderung dabei?
Es gibt immer wieder neue Probleme. Die meisten Firmen sind seit Jahren als Aussteller vertreten, es können aber Probleme auftreten wenn neue Firmen hinzukommen. Wir helfen uns jedoch alle gegenseitig und letztendlich wird alles gut. Ich mache diesen Job auf jeden Fall sehr gerne.
Was erwartet uns dieses Jahr bei der GartenTech?
Viele Aussteller präsentieren heuer neue Elektrofahrzeuge. Mit ihren Produkten geben sie quasi Antworten auf den Elektromobilitätstrend.
GartenTech 2011 - Fixstern am Kommunalhimmel
Die GartenTech ist eine Fachausstellung für neue Rasenmäher, Traktoren, Anhänger, Kehrmaschinen, E-Fahrzeuge, Häcksler, Ausrüstung für Wald und Umwelt, Motorsägen, Kommunalgeräte, Winterdienstgeräte (Fräsen, Streuer etc.), Reinigungsgeräte, Motormäher...-Alles was in den Städten und Gemeinden an Fahrzeugen und Geräten am Rasen, in den Gärten, am Gehsteig, in den Straßen und im Forst gebraucht wird. Veranstalter sind die Magistratsabteilungen 42, 44, 48, 49, 51 und ihre Firmenpartner.
Die Fachausstellung GartenTech 2011 findet am 24. Mai und 25. Mai 2011 vor dem Ernst-Happel-Stadion in Wien statt. Alle Informationen zur Fachausstellung gibt es unter www.gartentech.at.
Ansprechpartner:
Erich Koza
Lidlgasse 5
1170 Wien
Tel.: +43 1 48804-48605
Mobil: +43 676-8118-48605
Fax:+43 1 48804-99 480015
E-mail: [email protected]
Magistrat der Stadt Wien
MA 48 | Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark
Einsiedlergasse 2
1050 Wien
Tel: +43 1 - 58817-0
Fax: +43 1- 58817-99480037
Web: http://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/
Mail: [email protected]
Weiterführende Informationen zur Fachausstellung GartenTech 2011 finden Sie unter www.gartentech.at.
Fotos: Oskar Höher
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