10 Jahre Radhelmpflicht für Kinder

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© KFV

Seit Einführung der Radhelmpflicht im Jahr 2011 ist der Anteil an Kopfverletzungen von Kindern um 57 Prozent gesunken. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) nimmt die erfreuliche Entwicklung zum Anlass und ruft im Zuge der neuen Social Media Kampagne #willhelm zum Helmtragen auch in allen Altersgruppen und Lebensbereichen – etwa beim Mountainbiken E-Scooter fahren oder am Klettersteig – auf.

Exakt 10 Jahre sind vergangen, seit in Österreich die Radhelmpflicht für Kinder eingeführt wurde. Anlässlich dieses Jubiläums zieht das KFV – eine äußerst erfreuliche – Bilanz: „Vor der Einführung der Radhelmpflicht für Kinder im Jahr 2011 lag der Anteil an Kopfverletzungen in dieser Altersgruppe bei 23 Prozent und ist inzwischen auf 10 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 57 Prozent und zeigt deutlich, welche Bedeutung dem Radhelm bei der Verhinderung schwerer Kopfverletzungen zukommt“, betont Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheitsforschung im KFV. „Auf Basis unserer Unfallforschung wissen wir, dass seit der Einführung der Radhelmpflicht für Kinder in dieser Altersgruppe rund 3.000 Kopfverletzungen verhindert werden konnten. Über diese äußerst positive Entwicklung freuen wir uns sehr und vertrauen darauf, dass durch gezielte Bewusstseinsbildung auch eine Radhelmtragequote von 100 Prozent erreichbar ist“.

Dass seit der Einführung der Radhelmpflicht für Kinder in dieser Altersgruppe auch tatsächlich häufiger zum Radhelm gegriffen wird, zeigt ein Blick auf die jährlich stattfindende Beobachtung des KFV: Während die Radhelmtragequote bei Kindern im Jahr 2011 noch bei 66 Prozent lag, stieg diese deutlich an und lag zuletzt bei 88 Prozent im Jahr 2020 – das bedeutet, dass die Radhelmtragequote unter Kindern seit dem Jahr 2011 um ein Drittel gestiegen ist.

#willhelm: Neue Kampagne fürs Helmtragen
Unter dem Hashtag #willhelm hat das KFV eine neue Kampagne ins Leben gerufen, die unter dem Motto „Helm auf und los geht’s“ speziell in der jüngeren Zielgruppe das Bewusstsein für die Gefahr von folgenschweren Kopfverletzungen schärfen und diese in weiterer Folge dazu animieren soll, sich ganz bewusst und selbstständig für das Tragen eines Helms bei der Ausübung bestimmter Aktivitäten zu entscheiden. In der Kampagne, deren Fokus stark auf Instagram liegt, werden neben der zielgruppengerechten Vermittlung von wertvollen Informationen auch spielerische Elemente, wie eigens konzipierte AR-Filter, zum Einsatz kommen.

Mehr Infos:www.kfv.at/willhelm