200 Brückenchecks pro Jahr

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Brückenüberprüfung der Mitarbeiter der Brückenmeisterei des Landes, Brücke Große Wacht, L109 Großarler Landesstraße

Im Bundesland Salzburg überprüfen die Mitarbeiter der Brückenmeisterei zahlreiche Bauwerke, darunter Brücken, Staßentunnel, Überkopfwegweiser oder Stützmauern.

Brückenmeister Hans Steiger erklärt, worauf es ankommt: „Bei allen Überführungen ist es ganz wichtig, dass man über die Jahre hinweg penibel alle Veränderungen registriert und dokumentiert. Ziel ist es, genau zu wissen, ob kritische Momente eintreten könnten, dass man rechtzeitig gegensteuern kann.“ Und es gibt immer spannende Momente: „Wenn man mit dem Hebekran unter eine Brücke hineinfährt, so hoch über dem Boden, ist das jedes Mal ein ganz eigenes Gefühl.“

Modernste Technik hilft beim Check
Schwindelfreiheit, Erfahrung und auch eine Portion Mut reichen aber nicht aus, auch High-Tech ist gefragt. „Mit unserem neuen Brückenuntersichtgerät kommen wir sehr nahe an alle Bauteile heran. Diese werden auf Hohlstellen abgeklopft und auf Korrosionsschäden beim Bewehrungsstahl untersucht. Risse werden vermessen und dokumentiert. Über die Jahre hinweg bekommt man ein sehr gutes Gefühl, wie sich ein Bauwerk entwickelt“, so der Experte.

Brückenüberprüfung der Mitarbeiter der Brückenmeisterei des Landes, Brücke Große Wacht, L109 Großarler Landesstraße

1.600 Brücken in ganz Salzburg
Insgesamt betreuen die Mitarbeiter der Brückenmeisterei 1.600 Brücken im gesamten Bundesland. Die Prüfintervalle liegen dabei zwischen sechs und zwölf Jahren, das heißt im Schnitt werden rund 200 Checks pro Jahr durchgeführt. „Zusätzlich sind Kontrollen alle zwei Jahre durchzuführen und es kommen dann noch rund 800 Straßenübergänge pro Jahr dazu, plus 25 Kilometer Straßentunnel, 130 verankerte Stützmauern sowie die Überkopfwegweiser der Landesstraßen“, zählt Steiger das umfangreiche Arbeitspensum auf.

Fotos: Land Salzburg/Monika Rattey