220 „Müllbusters“ bringen Salzburg auf Hochglanz

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Stefan Haderer (li.) und Hans Auer von der städtischen Straßenreinigung bei der "Feinarbeit". © Stadt Salzburg/Alexander Killer

Splitt, staubige Straßen und jede Menge „Altlasten“ des vergangenen Winters – für das große Saubermachen müssen wieder die „Müllbusters“ ran, um rechtzeitig vor Ostern die Stadt zum Glänzen zu bringen. Seit Mitte Februar kehren und waschen – wenn es die Temperaturen erlauben – rund 220 MitarbeiterInnen der Straßenreinigung 647 Kilometer Straßen und Radwege, sammeln Splitt ein, reinigen Brückenköpfe und bringen die Straßenentwässerung wieder auf Vordermann.

Zwölf „Saugis“ – die kleinen Reinigungs-Alleskönner samt Besatzung mit Besen und Schaufeln – elf Kehrmaschinen, sechs Wasserwägen sowie geländegängige Unimogs sind im Frühjahrsputz-Einsatz 2022. Begonnen wurde in der Innenstadt und danach ging es auf die Stadtberge und in die Außenbezirke. Für jeden der fünf „Reinigungsbezirke“ ist ein Straßenmeister verantwortlich.

Während des Winters hat der Winterdienst rund 1.800 Tonnen Splitt gestreut, davon wurden bereits rund 600 Tonnen wieder eingeholt. Erfahrungsgemäß „verschwindet“ rund ein Drittel des Schotters in der Kanalisation oder am Straßenrand. Zusätzlich müssen Frostschäden, wie Aufbrüche und Schlaglöcher, nach dem Winter repariert werden. Wenn das Wetter mitspielt, wird der Frühjahrsputz Anfang April enden. Und „nebenbei“ muss die tägliche Reinigung erfolgen und das an sieben Tagen der Woche – so werden rund 1.500 Abfalleimer regelmäßig geleert und natürlich auch sämtlicher Unrat, der daneben gelandet ist, Straßen und Gehwege gekehrt und Kanaldeckel gereinigt.

Jürgen Berner beim „Einkaufswagerl-Fischen“. © Stadt Salzburg/J.Knoll

322 Hinweise auf Verschmutzungen
Fürs „Grobe“ und Bereiche abseits der Straßen sowie Salzachböschungen, sämtliche Auen und Stadtberge ist die Stadtsäuberung vom Amt für Öffentliche Ordnung zuständig. Jürgen Berner und sein Team finden hier oft kleine, illegale „Mülldeponien“, Autoreifen, Matratzen oder Einkaufswagerl in den Stadtwäldern, entlang von Bächen und Grünflächen. Im Frühjahr – vor dem offiziellen Start der Freibadesaison – sind die Salzachböschungen Problemstellen. Hier müssen die Reinigungsprofis zwei bis drei Mal die Woche den Müll einsammeln und abtransportieren. „Oft führt uns erst ein Hinweis aus der Bevölkerung zu versteckten Müllablagerungen, denn der Abfall landet meist dort, wo wir ihn nicht auf den ersten Blick sehen“, informiert Berner. Letztes Jahr gab es 322 Hinweise auf „Müllsünden“ aus der Bevölkerung – entweder telefonisch, per Mail oder über die Service-App salzburg direkt.

Nähere Informationen: www.stadt-salzburg.at/