3D-Markierungen gegen Geisterfahrer

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Im letzten Jahr waren 409 Geisterfahrer auf Österreichs Autobahnen unterwegs – die Maßnahmen der ASFINAG dagegen reichen von besserer Beschilderung bis hin zu Geisterfahrerkrallen. Nun wird eine neu Maßnahme getestet: Bodenmarkierungen, die wie eine Schwelle aussehen.

„Wir bringen vorerst einmal an drei Autobahnauffahrten und bei einer Raststation 3D-Markierungen rund um die Richtungspfeile auf der Fahrbahn und zusätzliche kleine Pfeile an“, sagt ASFINAG-Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas. Diese in Gelb und Rot gehaltenen Markierungen wirken in der richtigen Fahrtrichtung gar nicht. Nähert man sich von der falschen Seite, wirken diese Pfeile „erhaben“, also wie ein am Boden liegendes, aber leicht erhöhtes Hindernis. „Die Markierung soll wie eine optische Barriere wirken und für den Lenker oder die Lenkerin klar machen, dass sie in die falsche Fahrtrichtung unterwegs sind“, sagt Maier-Farkas.

Die ersten derartigen Markierungen werden bei der Anschlussstelle Judenburg/Fohnsdorf auf der S 36 und an drei Stellen auf der A2 Südautobahn (am Zubringer bei Mooskirchen, bei der Anschlussstelle A2 Feldkirchen bei Graz und bei der Raststation Arnwiesen/Gleisdorf) getestet. Denn im Jahr 2017 war der Südautobahn-Abschnitt im Großraum Graz das Autobahnteilstück mit den meisten Geisterfahrern; 23 Mal wurde hier ein Geisterfahrer registriert.

Bei dem Pilotversuch soll einerseits erhoben werden, ob die Markierungen tatsächlich Geisterfahrer abhalten und andererseits wird auch die Haltbarkeit bei Witterungseinflüssen getestet. Eine Markierung darf nicht nach nur wenigen Monaten ihre Wirkung verlieren, sondern muss mindestens zwei Sommer und Winter überstehen können. Funktioniert die 3D-Markierung so wie erhofft, ist eine Ausweitung vorgesehen.

Allerdings: Gegen Geisterfahrten aus Absicht oder bei geistiger Verwirrung kann auch eine Bodenmarkierung nichts ausrichten.

Quelle und Foto: ASFINAG