Begrünte Wartehäuschen gegen Hitze

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Franz Solta, Geschäftsführer der Gewista, Joachim Chen, Dienststellenleiter-Stv. der MA 42, StRin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer beim begrünten Wartehäuschen am Franz Josefs Kai.

In der Stadt Wien startete Ende August ein Pilotprojekt, bei dem fünf Straßenbahnhaltestellen-Wartehäuschen begrünt wurden.

„Die Wiener Stadtgärten waren hier erneut innovativ. Gemeinsam mit den Wiener Linien und Gewista haben sie ein System entwickelt und umgesetzt das mit schnellwüchsigen Pflanzen ein dichtes Blätterdach bildet. Damit wird das Wartehäuschen beschattet und die Umgebungstemperatur gesenkt. Zudem ist die Begrünung eine optische Aufwertung für die Umgebung“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

An der Rückseite der Wartehäuschen wurden dazu zwei Pflanztröge angebracht, die mit einem Wasserspeicher und einem wasserspeichernden Substrat ausgestattet sind. Eingepflanzt wurden Parthenocissus tricuspidata „Veitchii‘, auf deutsch „Mauerkatze“. „Die Besonderheit ist, dass hier nicht nur die Vertikale begrünt wird, sondern sich die schnellwüchsigen Pflanzen aufs Dach legen und mit ihren großen, glänzenden Blättern in kurzer Zeit ein kühlendes Blätterdach bilden“, erklärt Joachim Chen, Stv. Leiter der Wiener Stadtgärten. Nach dem Sommer erfreut dann die prachtvolle, rote Herbstfärbung der Pflanzen das Auge der Öffi-NutzerInnen. Die Pflege der begrünten Wartehäuschen aus dem Pilotversuch übernehmen die Wiener Stadtgärten. Künftig soll eine Begrünung schon in die Planung neuer Wartehäuschen einfließen.

Foto: © PID/Christian Fürthner
BU: Franz Solta, Geschäftsführer der Gewista, Joachim Chen, Dienststellenleiter-Stv. der MA 42, StRin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer beim begrünten Wartehäuschen am Franz Josefs Kai.