Straßenmeistereien in Niederösterreich für Sicherheit im Einsatz

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Landesrat Ludwig Schleritzko (links) und Straßenbaudirektor Josef Decker © NLK Filzwieser

„Auch während der Corona-Krise sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NÖ Straßendienstes für Sicherheit auf Niederösterreichs Straßen. Trotz einer drastischen Reduktion des Personaleinsatzes vor Ort auf rund 16 Prozent ist jede Straßenmeisterei mit einem Einsatz-Team besetzt und sorgt so dafür, dass die Straßen für Einsatzfahrzeuge oder auch für jene, die in die Arbeit müssen, benutzbar bleiben“, informierte NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko am 21.03.2020.

Winterdienst ist gewährleistet
Speziell im Alpenvorland und Teilen des Waldviertels seien die Mitarbeiter mehrerer Straßenmeistereien gefordert. „Nach den vergangenen Frühlings- oder fast Frühsommertagen, hat sich der Winter in Teilen des Landes mit Schneefällen auf bis zu 500 Meter zurückgemeldet. Aber auch hierauf waren die Kolleginnen und Kollegen vorbereitet und haben rasch reagiert. Die Sicherheit auf den Straßen ist auch hier gewährleistet“, so Schleritzko. Die Mitarbeiter im Winterdienst seien jeweils alleine im LKW unterwegs und können so mögliche Ansteckungen vermeiden.

In jeder der 58 Straßenmeistereien sei der Straßenmeister bzw. sein Stellvertreter, eine Arbeitspartie bestehend aus vier Mitarbeitern und einem LKW sowie ein Mitarbeiter am Streckendienst aktiv. Damit könne nach wie vor auf Unfälle, Verunreinigungen oder andere Ereignisse im fast 14.000 Kilometer langen Landesstraßennetz reagiert werden. In den sieben Brückenmeistereien sei jeweils ein Brückenmeister und ein Mitarbeiter im Einsatz, der die laufende Überprüfung der über 4.3000 Brückenbauwerke im Land übernehme.
Sollte eine Straßenmeisterei aufgrund einer Erkrankung komplett ausfallen, springen die Kolleginnen und Kollegen der Nachbarmeistereien ein. Abseits von akuten Einsätzen werden zurzeit Splitteinkehrungen oder der Abbau von Schneezäunen, die Ausbesserung von Wildzäunen oder die Reinigung und Reparatur von Straßenzeichen in weiten Teilen des Landes vorgenommen. Alle Sicherheitsvorkehrungen, wie entsprechend großer Abstand zwischen den Kollegen, werden hierbei eingehalten.

Um die Sicherheit in allen Fällen zu gewährleisten, habe sich der Straßendienst auch dazu entschieden, die Treibstofftanks in den Straßenmeistereien zu füllen. Aktuell wurden 200.000 Liter Diesel dafür bestellt. Um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen, werden darüber hinaus ohnehin anstehende Materialbestellungen vorgezogen. Die Vergaben von Baulosen läuft ebenfalls weiter, jedoch wurden die Angebotsfristen auf Wunsch der Bauwirtschaft etwas verlängert. Wann die einzelnen Baulose des 125 Millionen Euro schweren Straßenbauprogramms starten werden, werde im Einzelfall entschieden. Sorge für diese Entscheidungen tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Home-Office statt an ihren üblichen Arbeitsplätzen in den Bauabteilungen bzw. Abteilungen im St. Pöltner Regierungsviertel ihren Dienst versehen.