Gemeindekooperation bei der Stromerzeugung

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In einer interkommunalen Kooperation entstand die Photovoltaik-Anlage am Dach der Park&Ride-Anlage bei Bahnhof Tullnerfeld – vor Ort: Bürgermeister Rudolf Friewald (Michelhausen), Johannes Sanda (Geschäftsführer Tulln Energie), Bürgermeister Peter Eisenschenk (Tulln) und Bürgermeister Georg Hagl (Judenau-Baumgarten). Foto © Stadtgemeinde Tulln

In einer gemeindeübergreifenden Kooperation wird nun am Dach der Park&Ride-Anlage beim Bahnhof Tullnerfeld CO2-neutraler Strom erzeugt: Die TullnEnergie hat Photovoltaik-Anlagen für die Versorgung von bis zu 150 Haushalten errichtet, das Gebäude ist im Eigentum der Gemeinden Michelhausen, Langenrohr und Judenau-Baumgarten. Durch dieses interkommunale Projekt werden in der Region Tullnerfeld pro Jahr rd. 1.000 kg CO2 eingespart. Der Betrieb und der Ausbau der größten gemeindeeigenen Photovoltaik-Anlage durch die TullnEnergie ist eine der zentralen Maßnahmen des Klima-Manifests der Gartenstadt Tulln.

In den letzten Wochen hat die TullnEnergie auf dem Dach der Park&Ride-Anlage beim Bahnhof Tullnerfeld eine 500kWp starke Photovoltaik-Anlage errichtet. Die Anlage erzeugt damit so viel Strom, wie ca. 150 Wohnungshaushalte pro Jahr verbrauchen und spart in der Region Tullnerfeld pro Jahr rund 1.000 kg CO2. Möglich wurde dies durch eine Kooperation mit dem Besitzer des Gebäudes, der JLM Gmbh – einem Zusammenschluss der Gemeinden Michelhausen, Langenrohr und Judenau-Baumgarten.

TullnEnergie: 100% Ökostrom aus der Gartenstadt
Stromkunden können saubere Energie direkt von der „TullnEnergie“ beziehen. Erzeugt wird der Strom unter anderem durch die städtischen Photovoltaik-Anlagen Tullns, die pro Jahr 3.000.000 kWh sauberen Strom in das Energienetz einspeisen – das entspricht vergleichsweise dem jährlichen Stromverbrauch von rund 1.000 Haushalten.

Klima-Manifest der Stadtgemeinde Tulln
Die Gartenstadt Tulln gibt dem Klima- und Umweltschutz die höchste Priorität. Die ambitionierten Ziele: Die Stadtverwaltung soll bis 2025 CO2-neutral werden, die gesamte Stadtgemeinde bis 2045 nachziehen. Ein wesentlicher Baustein dafür: Bis 2025 investiert die Gartenstadt Tulln nicht weniger als fünf Millionen Euro in den Ausbau der bereits jetzt größten kommunalen Photovoltaik-Anlage Österreichs – und leistet so auch einen Beitrag zur laufenden Erhöhung des Anteils an Ökostrom in den österreichischen Stromleitungen. Die neuen Anlagen werden sowohl auf weiteren gemeindeeigenen Gebäuden als auch in Kooperation mit privaten Wohnbauträgen und anderen Partnern – wie zum Beispiel der JLM Gmbh – errichtet.