Abfallbilanz 2020 – 3,9 Prozent weniger Abfall in der Stadt Salzburg

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Christian Reicher-Baumgartner vom Abfallservice sorgt für leere Biomüll-Tonnen. © Stadt Salzburg/Alexander Killer

Das „Corona“-Jahr 2020 schlägt sich auch in der Abfallbilanz der Stadt Salzburg nieder. Geschlossene Gastronomie, Hotellerie, Handel und strenge Lockdowns ließen den Müllberg in der Stadt Salzburg etwas schrumpfen. So sank die Gesamtabfallmenge im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 78.467 Tonnen – 2019 waren es noch 81.684 Tonnen.

Trotz zeitweise eingeschränkten Angebotes war die Abfallmenge am Recyclinghof mit 11.913 Tonnen nur um 0,6, Prozent geringer als im Vorjahr. Das zeigt, wie wichtig der Recyclinghof als Anlaufstelle für Abfall aller Art für die SalzburgerInnen ist.

„2020 hat uns gezeigt, dass das Team des Abfallservice auch in Krisenzeiten unverzichtbar ist. Die Müllabfuhr klappte tadellos und auch die Abfallexperten am Recyclinghof waren im Dauereinsatz. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, so Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger, ressortzuständig für die Abfallwirtschaft in der Stadt Salzburg.

Weniger Restmüll – mehr Plastikflaschen und Alttextilien getrennt gesammelt
Das Restmüllaufkommen sank im Vorjahr um 3,5 Prozent und lag bei 33.219 Tonnen. Bei den getrennt gesammelten Abfällen gab es unterschiedliche Entwicklungen.
So stieg die Menge der gesammelten Plastikflaschen und Getränkekartons um 1,7 Prozent auf 845 Tonnen. Zudem wurden 2020 3,0 Prozent (848 Tonnen) mehr Alttextilien als noch im Vorjahr gesammelt. Im Gegensatz dazu sank die gesammelte Bioabfallmenge um 4,0 Prozent von 13.688 Tonnen (2019) auf 13.136 Tonnen 2020. Sperriger Hausabfall (Holz und Metall) verzeichnete mit 867 Tonnen einen Rückgang um 16 Prozent, ebenso sank die Abfallmenge beim Containerservice (Sperrmüll) um 18 Prozent – von 3.491 Tonnen (2019) auf 2.841 Tonnen im Vorjahr. Die Sammelmenge von Altpapier ging von 10.807 auf 10.198 Tonnen (5,6 Prozent) zurück. Doch stieg das gesammelte Volumen, durch Verpackungsmaterial (Kartonagen) aufgrund vermehrter Online-Käufe. Kartonagen dürfen nur gefaltet – nicht zerrissen – in die Altpapiertonne. Große Verpackungen müssen beim Recyclinghof abgegeben werden.

Trennen lohnt sich
Trotz des einfachen und bequemen Sammelsystems landet immer noch zu viel wiederverwertbarer Abfall in der Restmülltonne – rund 50 Prozent des Inhalts gehören nicht hinein. Dabei handelt es sich vor allem um Bioabfall (macht rund ein Drittel des Restmülls aus), Altglas, Plastikflaschen, Getränkekartons oder Altpapier. Materialien, die als Restmüll teuer entsorgt werden müssen und nicht weiterverarbeitet werden können. Das kostet jährlich rund 1,3 Millionen Euro mehr, zudem gehen wertvolle Rohstoffe verloren.

Die Stadt Salzburg hat sich das Ziel gesetzt, jene zu belohnen die richtig Mülltrennen: Je besser der Müll getrennt wird, desto niedriger sind die Betriebskosten. Das gilt nicht nur für GebührenbescheidempfängerInnen, also Einfamilienhaus-BesitzerInnen, sondern natürlich auch für alle MieterInnen in Wohnanlagen. Wenn durch bessere Mülltrennung weniger Restabfalltonnen nötig sind, wirkt sich dies auch auf die Betriebskosten günstiger aus.

Die persönliche ideale Kombination von Tonnengröße und Abholintervall lässt sich ganz einfach mit dem Müll-Checker ausrechnen.

Weitere Anfragen rund ums Mülltrennen und -vermeiden, zusätzliche Sammelhilfen und das neue Gebührenmodell beantworten die ExpertInnen des Abfallservice unter 8072-4544 oder abfallservice[at]stadt-salzburg.at jederzeit gerne.
Der Online-Abfallkalender der Stadt Salzburg beantwortet adressgenau alle Fragen zu Abfuhrtagen für Restabfall, Biotonne, Altpapiertonne oder Gelben Sack.

Quelle: Stadt Salzburg