Eisenstädter Bürgerbudget: 105.000 Euro für drei Bürgerbeteiligungsprojekte

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Bürgermeister Thomas Steiner mit den drei Stadtbezirksvorstehern, Josef Weidinger (l., Kleinhöflein), Adelheid Hahnekamp (St. Georgen) und Istvan Deli (r., Eisenstadt). © Freistadt Eisenstadt

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause wird nun auch das Bürgerbeteiligungsprojekt „Bürgerbudget“ in Eisenstadt fortgesetzt. 35.000 Euro werden pro Stadtteil zur Verfügung gestellt.

Der Grundstein für das Bürgerbudget wurde mit dem Stadtentwicklungsplan 2030, der bereits im Jahr 2015 im Eisenstädter Gemeinderat beschlossen wurde, gesetzt. Dem voran gegangen war ein intensiver Bürgerbeteiligungsprozess, um die Zukunft Eisenstadts aus der Mitte der Bürger heraus zu gestalten. Erfolgsprojekte, wie der Stadtbus oder das Stadtbaumkonzept entstammen dem STEP2030 – und der Wunsch der Bevölkerung nach noch mehr Möglichkeiten der Mitgestaltung. Daraufhin wurde im Jahr 2018 das Vorzeigeprojekt „Bürgerbudget“ entwickelt.

Mit eigenem Budget und eigenen Ideen können die Bürgerinnen und Bürger ihr direktes Umfeld mitgestalten. Pro Stadtteil stehen 35.000 Euro für Projektideen von BürgerInnen-Projektgruppen zur Verfügung. „Unsere Bürger sollen die Möglichkeit haben, Projekte in Eisenstadt selbst zu entwickeln und können selbstständig die Vergabe eines gewissen Budgets in jedem Stadtteil bestimmen. Es ist mir immens wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben sich aktiv an der Gestaltung unserer Stadt einzubringen“, so Bürgermeister Thomas Steiner.

Ideen wir die Reptilienwand in St. Georgen, der Firnessparcours am Spielplatz Bründlfeldweg, der Skateplatz beim E_Cube oder der Generationenspielplatz in der Wormserstraße wurden alle bereits im Rahmen des Projekts „Bürgerbudget“ umgesetzt.

Der Prozess im Detail
Aus dem Stadtbudget werden für jeden Stadtteil pro Jahr 35.000 Euro bereitgestellt. Es sollen gemeinsam Projektideen gefunden, diese diskutiert und dann umgesetzt werden. Projektideen können im Rathaus eingereicht werden; gleichzeitig kann man sich auch bewerben, um aktiv im Entscheidungsprozess (Bürgerbudgetabende) für ein Projekt im eigenen Stadtteil mitzuwirken. Je Stadtteil werden maximal 12 Personen über 14 Jahren aus den Bewerbungen gelost, es wird aber darauf geachtet, dass sich in den einzelnen Gruppen ein Querschnitt aus der Eisenstädter Gesellschaft abbildet. Aktive Politiker der Stadt Eisenstadt sind aus diesen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. In den Bürgerbudgetabenden werden die Projekteinreichungen unter professioneller Anleitung erläutert und gemeinsam diskutiert.

Der Bewerbungsprozess und die Ideenfindung läuft noch bis 31. Mai 2022, im Mai finden dann die ersten Bürgerbudgetabend-Runden statt.

Die jeweiligen „Siegerprojekte“ werden in den Stadtbezirksausschüssen präsentiert und anschließend im Gemeinderat beschlossen und umgesetzt.

Nähere Informationen: www.eisenstadt.at