Erster Großeinsatz für den Winterdienst

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Einsätze der Feuerwehr Tamsweg am 13.11.2019 nach den starken Schneefällen im Lungau.

Im Bundesland Salzburg kam der Winter in den letzten Tagen mit voller Wucht: Die intensiven Schneefälle in den letzten Tagen haben die Einsatzkräfte vor allem im Lungau beschäftigt. Teilweise sind bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen, in den höheren Lagen, auch in bewohnten Bereichen, noch weitaus mehr, bis zu 70 Zentimeter.

Aufgrund der großen Neuschneemengen im Süden Salzburgs hat die Bezirkshauptmannschaft Tamsweg sogar den verkleinerten Einsatzstab einberufen. Es waren umgestürzte Bäume zu beseitigen, die auf Straßen und Strommasten gefallen sind, dadurch fiel in einigen Teilen des Lungaus auch der Strom aus. Es kam auch zu zahlreichen Straßensperren aufgrund von Lawinenabgängen.
Mitte dieser Woche waren in Salzburg auch zahlreiche Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten. Am Donnerstag, den 14. November wurden Hubschrauberflüge durchgeführt, um die Lage besser einschätzen zu können.

Straßenmeisterei Lungau voll gefordert
Der Winterdienst im Lungau war Tag und Nacht im Volleinsatz. Salz und Splitt ist genügend vorrätig, in der Straßenmeisterei lagern 1.500 Tonnen Streusalz. „Bei einem normalen Winter kommen wir mit 1200 Tonnen aus“, sagt Franz Bogensperger, Leiter der Straßenmeisterei Lungau.

Im Pinzgau sind die Straßen gut zu befahren, allerdings herrscht Schneekettenpflicht bei der Fahrt über den Dientner Sattel auf der Hochkönig Straße. „Der Winterdienst arbeitet weiterhin mit Hochdruck daran, gute Fahrverhältnisse zu garantieren“, sagt Stefan Oberaigner, Straßenmeister im Bezirk. Er appelliert an die Autofahrer, ihre Fahrweise an die Straßenverhältnisse anzupassen, rücksichtsvoll zu fahren und Abstand zu halten. Um gut für die kommende Wintersaison gerüstet zu sein, hat die Straßenmeisterei Pinzgau rund 3000 Tonnen Salz und 500 Tonnen Split eingelagert.

Am Freitag, den 15. November hat sich die Lage im Lungau wieder halbwegs normalisiert, die meisten Straßen waren wieder befahrbar, lediglich die Volksschule St. Andrä blieb noch geschlossen.

Föhnsturmwarnung für die Hohen Tauern
Einsatzkräfte und Behörden sind für den im gesamten Bereich der Hohen Tauern angekündigten Föhnsturm mit Windspitzen bis zu 130 km/h in Bereitschaft und beobachten die Wettersituation. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und die der Katastrophenschutzbehörden raten, während des Föhnsturms Aktivitäten im Freien zu vermeiden, insbesondere in der Nähe von Bäumen.

Foto © Feuerwehr Tamsweg; Quelle: Land Salzburg