Gemeinsam zur Schule mit dem SchulGehBus

197
Von links: Gerald Burger (Mobilitätsbeauftragter), Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, Wibke Strahl-Naderer (Mobilitätsmanagement Industrieviertel), Bgm. Christoph Prinz und Gabriele Rupprecht (Direktorin VS Gainfarn) mit Schulkindern der Volksschule Gainfarn - Bad Vöslau.

In Gainfarn, einer Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Bad Vöslau, kommen die Kinder der örtlichen Volksschule seit Herbst zu Fuß zur Schule. Die Sicherheit der Kinder steht dabei im Vordergrund.

Die Gainfarner Kinder nehmen seit einigen Wochen nicht das Elterntaxi, sondern den SchulGehBus, der weder mit Strom noch mit Benzin angetrieben wird – die Kinder legen ihren Schulweg nämlich zu Fuß zurück. „Dabei werden sie zu Beginn von engagierten Eltern begleitet und dabei unterstützt, sich diesen einzuprägen und auf Gefahren im Straßenverkehr zu achten“, erläutert NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Initiiert wurde der SchulGehBus, der zwei Linien umfasst – die Berg- und die Bachlinie – vom Mobilitätsmanagement Industrieviertel des Landes Niederösterreich, der Volksschule Gainfarn und der Stadtgemeinde Bad Vöslau.

Im Rahmen einer Verkehrsberatung des Land NÖ zum Schulumfeld wurden vom Mobilitätsmanagement Industrieviertel mehrere Maßnahmen entwickelt, um die Kinder gesichert in die Schule gehen zu lassen und die Flut an Elterntaxis einzudämmen. Neben sogenannten „Elternhaltestellen“, an denen die Kinder in der Nähe der Schule sicher ins Auto der Eltern ein- und aussteigen können, wurde deswegen in 1-jähriger Planungs- und Umsetzungsphase ein SchulGehBus ins Leben gerufen. Es ist der Erste dieser Art im Land Niederösterreich.

Entlang der zwei Linien wurden über den Sommer Haltestellen eingerichtet, die als Sammelpunkte für die Kinder dienen. Dafür hat das Mobilitätsmanagement Industrieviertel aus allen potenziellen Schulwegen, bei einer gemeinsamen Begehung mit der Volksschuldirektorin sowie VertreterInnen des Elternvereins und der Stadtgemeinde Bad Vöslau die sichersten Verbindungen (mit Rücksichtnahme auf Querungen, Einhaltung von Sichtachsen, etc.) herausgefiltert. Für die Zukunft soll damit ein Schulwegplaner in Kooperation mit dem AUVA erarbeitet werden, in dem sowohl die Elternhaltestellen als auch die SchulGehBus-Stationen eingezeichnet werden.

„Gerade solche Aktionen haben eine große Wirkung auf die Bevölkerung im Ort. Sie wecken Interesse und motivieren Eltern und Kinder gleichermaßen sich zu beteiligen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen und die Gesundheit aus, sondern sorgt auch für ein besseres Klima im Schulumfeld. Auch andere Gemeinden sollten diesem Beispiel folgen – unsere Mobilitätsmanagerinnen und -manager in den Hauptregionen unterstützen gerne – denn nur miteinander können wir die Mobilität im Land Niederösterreich umweltfreundlich gestalten“, so Landesrat Schleritzko.

 

Quelle und Foto: NÖ.Regional.GmbH