Glasfaser-Anbindung für Breitbandinternet: FSV stellt Knowhow für die Infrastruktur zur Verfügung

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Knapp eine Milliarde Euro investiert die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft (ÖGIG) in den Ausbau des Breitbandinternets. Für die technische Umsetzung der Bauvorhaben zum Breitbandausbau hat die Österreichische Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr (FSV) den Stand der Technik in mehreren Richtlinien (RVS 03.08.12, RVS 03.08.61) veröffentlicht. Als Expertenplattform mit über 1400 Infrastrukturfachleuten stellt die FSV ihr Knowhow für den technischen Infrastrukturbau zur Verfügung.

„Bedarf gibt es hierzulande genug, liegt doch Österreich bei der Glasfaser-Anbindung auf den hintersten Rängen im gesamteuropäischen Vergleich. … ‚Ziel ist es, auf mehr als 100.000 hergestellte Anschlüsse pro Jahr zu kommen.‘, so ÖGIG-Chef Hartwig Tauber.“ (zitiert aus der Wiener Zeitung vom 2. Februar 2022)

Für Einbauten von Verkabelungen zur Umsetzung des Breitbandausbaus dienen Schlitzgräben, die in der RVS 03.08.61 mit vielen bautechnischen Details beschrieben sind. Die RVS betrifft die Anwendung von Schlitzgräben innerhalb von bituminösen Schichten von befestigten Verkehrsflächen. Beginnend von der Bauvorbereitung, über die Lage des Schlitzgrabens und der Verkehrssicherheit während der Baumaßnahmen, bis hin zum Bauverfahren und zur Dokumentation sind alle Arbeitsschritte in der RVS 03.08.61 berücksichtigt.

Die seit 2020 neu veröffentlichte RVS 03.08.12 „Schlitzgräben im Bankett“ eignet sich zur Umsetzung des Breitbandausbaus im Bereich des Banketts von befestigten Verkehrsflächen. Der Einbau der Verkabelungen erfolgt in Schlitzgräben, die mittels rotierender Schmal-Schlitz-Fräse hergestellt werden. Als Haupteinsatzgebiet solcher Schlitzgräben sind breite Bankette entlang Landes- und Gemeindestraßen.

Der Breitbandausbau ist enorm wichtig und notwendig für den Wirtschaftsstandort, Berufsausübung und private Nutzungen, Home-Schooling, Home-Office – aber auch im Zusammenhang mit automatisiertem Fahren, ein weiteres Thema der FSV. Auch die klimafreundliche Alternative zum Verbrennungsmotor wird von der FSV technisch unterstützt: Eine RVS für Ladepunkte (RVS 03.07.21) ist derzeit in Begutachtung und wird den Standard für die Gestaltung der Ladeplätze im öffentlichen Raum festlegen.

Quelle: www.fsv.at