INTERREG-Projekt für Ressourcenoptimierung in der Abfallwirtschaft

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Das Forschungsprojekt "OPTIMO" soll helfen, Seltene Erden und Metalle in den Stoffkreislauf zurückzugewinnen. ©-Bramwork-Fotolia.com

Mitte Dezember 2021 fand der 14. Begleitausschuss des Programms INTERREG V-A Österreich–Tschechische Republik online statt. Insgesamt wurden dabei sieben grenzüberschreitende Projekte in der Höhe von 3,4 Millionen Euro genehmigt.

Eines dieser Projekte ist das neue INTERREG-Projekt „OPTIMO“, das von der Universität für Bodenkultur (BOKU) gemeinsam gemeinsam mit der Tschechischen Republik durchgeführt wird. OPTIMO soll bessere Möglichkeiten des Recyclings Seltener Erden und anderer Metalle erforschen.

Mit Schwefelsäure Seltene Erden zurückgewinnen
Die Projektpartner von „OPTIMO“ befassen sich mit der Optimierung der biologischen Schwefelsäureproduktion zur Rückgewinnung von Seltenen Erden aus sekundären Rohstoffen. Dies soll wesentlich zur Verbesserung des Umweltschutzes und der Ressourceneffizienz in der Abfallwirtschaft beitragen.

Weltweit suchen Chemiker nach neuen Verfahren, um die begehrten Seltenen Erden aus Erzen und Abfallstoffen zu isolieren. Mit dem Bioleaching-Verfahren, das als neues Recycling-Verfahren im Zentrum des Projektes steht, möchte man biologische Schwefelsäure produzieren, die zur Rückgewinnung Seltener Erden und anderer Metalle eingesetzt werden kann. Landesrat Martin Eichtinger erklärt: „Wir sind umgeben von riesigen Mengen an Sekundärrohstoffquellen, wie zum Beispiel Autos oder Elektrogeräte. Abfälle aus elektronischen Geräten sind die am schnellsten waschsende Abfallkategorie. Daher ist das Recycling beziehungsweise die Rückgewinnung von wertvollen Metallen aus sekundären Rohstoffen zwingend erforderlich.“

DI Dr. Klemens Kremser, Projektverantwortlicher und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität für Bodenkultur, IFA-Tulln: „Schwefel fällt als Abfallprodukt in der Öl- und Gasindustrie an, unter anderem in der Entschwefelung bei Biogasanlagen. Ziel des Projektes ‚OPTIMO‘ ist es, Schwefel als Ressource für die biologische Produktion von Schwefelsäure mit Hilfe von Bakterien zu etablieren. Die so produzierte Säure soll danach auf ihre Anwendbarkeit und Effektivität in der Rückgewinnung von Metallen aus unterschiedlichen Sekundärrohstoffquellen getestet werden. Das Projekt hat sich dadurch zum Ziel gesetzt, nicht nur Metalle mit Hilfe des Bioleaching-Verfahrens rückzugewinnen, sondern auch die dafür benötigte Säure biologisch aus derzeit ungenutzten Schwefelressourcen herzustellen.“

Nähere Infomationen zum Projekt finden Sie hier.