Kampagne gegen Handynutzung im Straßenverkehr

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Auch auf so manchem Busheck erscheinen Inhalte aus der Kampagne „Sei smart – kein Phoner“: (V.li.): Markus Widmann (LPD Tirol), LHStvin Ingrid Felipe, LHStv Josef Geisler, Bernhard Knapp (Vorstand Abteilung Verkehrs- und Seilbahnrecht des Landes Tirol) und Martin Pfanner (Kuratorium für Verkehrssicherheit) © Land Tirol/Graus

Ob telefonieren oder Textnachrichten schreiben: Wendet ein Fahrzeuglenker bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nur fünf Sekunden den Blick ab, werden sagenhafte 140 Meter im „Blindflug“ zurückgelegt. Man muss kein Verkehrsexperte sein um festzustellen, dass das extrem gefährlich werden kann. Deshalb hat das Land Tirol im Juli eine Kampagne mit dem Titel „Sei smart – kein Phoner“ gestartet, die auf die Gefahren des Handys im Straßenverkehr aufmerksam macht.

Die Informationsoffensive zielt nicht nur auf AutofahrerInnen ab, alle VerkehrsteilnehmerInnen, wie FahrradfahrerInnen, FußgängerInnen oder RollerfahrerInnen, sollen angeregt werden, ihren Umgang mit dem Handy während ihrer Teilnahme am Straßenverkehr zu überdenken. „Oft sind es Ausreden wie ‚Das geht doch ganz schnell‘, mit denen der Blick aufs Smartphone während der Fahrt beschwichtigt wird. Leider ist genau dieser ‚schnelle‘ Blick oft mitverantwortlich für mitunter tragische Verkehrsunfälle. Dabei tragen wir alle Verantwortung sowohl für uns selbst als auch für unsere Mitmenschen, wenn wir auf den Straßen, Geh- und Fahrradwegen unterwegs sind. Deshalb wollen wir die Tirolerinnen und Tiroler dazu ermutigen, auf das Handy im Straßenverkehr zu verzichten und damit für mehr Sicherheit zu sorgen“, sagt Verkehrsreferentin Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe.

Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Tirol, verweist ebenfalls auf die Gefahren der Handynutzung im Straßenverkehr: „Nach wie vor sind Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer viel zu oft durch Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, Schreiben und Lesen von Nachrichten oder Surfen im Internet abgelenkt, verursachen dadurch kritische Situationen und zum Teil auch schwerste Verkehrsunfälle. Die Tiroler Polizei nimmt Jahr für Jahr mehr als 12.000 Beanstandungen vor und versucht begleitend, den Betroffenen die besondere Gefährlichkeit ihres Handelns vor Augen zu führen. Daher: Weg vom Smartphone im Straßenverkehr und hin zur verantwortungsvollen Verkehrsteilnahme mit mehr Sicherheit für uns alle!“

© factor/Land Tirol

Die Kampagne zeigt Darstellungen von klassischen Situationen im Straßenverkehr, in denen die BetrachterInnen das Gefahrenpotential der Handynutzung selbst erkennen. Laufen wird sie zwei Jahre lang über verschiedenste Kanäle, etwa werden großflächige Plakate entlang von Landesstraßen angebracht werden. Auch auf den Hecks einiger Busse in Tirol sowie auf den Online-Kanälen des Landes werden die Inhalte zu sehen sein.

Mehr Informationen: www.tirol.gv.at/seismart