Linz hat einen Stadtklimatologen

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Von links: Stadtklimatologe Johannes Horak, Umweltstadträtin Eva Schobesberger und Wilfried Hager, Abteilungsleiter Umweltmanagement. Foto © Stadt Linz

In der Stadt Linz ist seit Juni 2020 ein Stadtklimatologe angestellt. Der Physiker Johannes Horak wird in Zukunft seine Expertise zu Stadtklimafragen in die Verwaltung der Stadt einbringen.

In sein Aufgabengebiet wird unter anderem die klimatologische Begutachtung von Projekten im Linzer Stadtgebiet fallen. Weiters wird Johannes Horak internationale, nationale und regionale Projekte zu den Themen Luftreinhaltung und Stadtklima sowie die datenbasierte Analyse der Folgen des Klimawandels im Linzer Stadtgebiet vorbereiten. Begleiten wird der Klimaexperte künftig zum Beispiel auch Projekte wie die Baumpflanzungsoffensive. Die Erarbeitung von Klimawandel-Anpassungskonzepten wird ebenso ein Schwerpunkt sein, wie die Bewusstseinsbildung zu Klimafragen – sowohl intern am Magistrat als auch in Zusammenarbeit mit externen Organisationen.

„Die Anstellung eines Stadtklimatologen ist eine der Maßnahmen des im Vorjahr im Gemeinderat beschlossenen Linzer Klimaprogramms. Es ist wichtig, dass wir nun mit Johannes Horak selbst einen Experten im Haus haben, damit stadtklimatische Fragestellungen die Bedeutung bekommen, die sie tatsächlich haben. Es geht um nichts anderes, als um die Frage, wie unsere Stadt angesichts der Erhitzung unseres Planeten in Zukunft lebbar bleibt“, betont Umweltstadträtin Eva Schobesberger.

„Mein Lebensmittelpunkt war und ist seit vielen Jahren in Linz und ich schätze die Vielseitigkeit dieser lebenswerten Stadt. Die Stadt muss sich jedoch an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels anpassen, um weiterhin so lebenswert zu bleiben. Stadtklimatische Fragestellungen werden deshalb in Zukunft immer wichtiger werden. Darum freue ich mich, die Stadt Linz mit meiner Expertise unterstützen zu dürfen“, so der Stadtklimatologe Johannes Horak zu seinem neuen Aufgabengebiet.

Auch der Linzer Klimabeirat wird diesen Sommer seine Arbeit aufnehmen. Das Gremium, bestehend aus acht externen Experten, soll die Klimaarbeit der Stadt unterstützen und die Projekte, die aus dem ebenfalls neu geschaffenen Klimafonds finanziert werden, fachlich bewerten.