Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Tiroler Gemeinden

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In zehn Pilotgmeinden wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Maßnahmen erarbeitet, um mit dem Klimawandel besser umgehen zu können. Einige Gemeinden arbeiten bereits an der Umsetzung der Maßnahmen.

In den Gemeinden Arzl im Pitztal, Brixlegg, Galtür, Gnadenwald, Innsbruck, Karrösten, der Erlebnisregion Ried, Prutz und Pfunds, der Sonnenregion Hohe Tauern (mit Matrei, Prägraten und Virgen), Stams und Wörgl wurden in den vergangenen Monaten umfassende Risiko- und Klimafolgeanalysen angefertigt sowie zahlreiche Anpassungsvorkehrungen erarbeitet.

Das Projekt wurde vom Land Tirol mit 114.000 Euro unterstützt, als Prozessbegleiter fungierten ExpertInnen von alpS, Energie Tirol und dem Klimabündnis Tirol. „Durch die im Projekt entwickelten Maßnahmen können die Folgen des Klimawandels in den Gemeinden und Regionen abgeschwächt sowie Chancen bestmöglich genutzt werden. Ich freue mich zudem, dass das nötige Bewusstsein für die Anpassung an den Klimawandel gestärkt wurde und bereits erste positive Auswirkungen der konzipierten Maßnahmen erzielt werden konnten“, sagt Klimaschutzlandesrätin LHStvin Ingrid Felipe.

Projekt für klimaschonenden Tourismus
Mittlerweile wurden einige der erarbeiteten Maßnahmen auch umgesetzt. So organisierten die Gemeinden Ried, Prutz und Pfunds, die sich touristisch zu einer „Erlebnisregion“ zusammengeschlossen haben, im Juni insgesamt 35 Veranstaltungen im Zeichen der Nachhaltigkeit und der Umwelt unter dem Titel „JUNI.BLUAMA.ZEIT“. Das Projekt zielte sowohl auf im Tourismus tätige Menschen ab, als auch auf Urlauber. Im Zentrum dabei stand der Artenreichtum der alpinen Pflanzenwelt. So konnten BesucherInnen unter anderem die alte Sensenmähtechnik erlernen und Informationen zur Insekten- und Pflanzenbestimmung erhalten. Außerdem wurde es Interessierten ermöglicht, an geführten Wanderungen zum Thema Wiesen, an Führungen in Betrieben sowie an Workshops teilzunehmen und Landwirte auf ihren Höfen zu besuchen. Ziel dieser Maßnahmen ist die Förderung eines nachhaltigen und klimaschonenden Tourismus in der Region. Entstanden ist die „JUNI.BLUAMA.ZEIT“ durch die Zusammenarbeit des TVB Tiroler Oberland und der Tiroler Umweltanwaltschaft im Projekt FUTOURIST, gefördert durch die EU und Interreg V-A Italien-Österreich.

Frühzeitige Anpassung an den Klimawandel
„Die Ergebnisse des Projekts belegen, dass es für Gemeinden unumgänglich ist, bei heutigen Entscheidungen und Investitionen die zu erwartenden Folgen des Klimawandels zu berücksichtigen, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden“, ist sich LHStvin Felipe sicher, dass ein vorausschauendes Mitdenken möglicher Auswirkungen des Klimawandels erheblich dazu beiträgt, das Schadenspotenzial zu reduzieren. „Der Klimaschutz einerseits und die Anpassung an den Klimawandel andererseits schaffen somit die Voraussetzung, den Wirtschaftsraum langfristig zu erhalten und die Lebensqualität gegenwärtiger und zukünftiger Generationen zu sichern.“

Quelle: Land Tirol, Foto: © TVB Tiroler Oberland/Kirschner