Mit dem Bus vom Südburgenland nach Graz in 80 Minuten

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Der Südburgenlandbus startet mit drei neuen Linien nach Graz – Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, Landtagspräsidentin Verena Dunst, Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker, Landtagsabgeordneter Wolfgang Sodl, Wolfgang Werderits (Geschäftsführer Südburgenland-Bus), und Richard G. Senninger (Tourismus Stegersbach / Bad Tatzmannsdorf) – zeigten sich erfreut über das neue Angebot des Landes Burgenland. © Bgld. Landesmedienservice

Mit Beginn des Jahres 2021 nahmen drei neue Buslinien aus dem Südburgenland die Fahrt nach Graz auf. Das Angebot richtet sich vor allem an Tagespendler, denn die erste Fahrt findet bereits um 4:45 statt.

„In rund 80 Minuten mit dem Bus aus dem Südburgenland nach Graz – damit ist es jetzt deutlich attraktiver, auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen. Mit dem Südburgenlandbus setzen wir seitens des Landes einen weiteren wichtigen Schritt, um unsere Pendler rasch und bequem von A nach B zu bringen. Das erwarten wir auch vom Bund: Das Angebot muss absoluten Vorrang vor günstigeren Ticketpreisen haben. Das ist auch der Wunsch von fast drei Viertel der Burgenländerinnen und Burgenländer. Hier muss auch die Verkehrsministerin endlich die richtigen Prioritäten setzen – und zwar im Sinne der Bevölkerung“, betonte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner.

Betrieben werden die drei neuen Buslinien von den Verkehrsbetrieben Burgenland GmbH, die im Eigentum des Landes Burgenland stehen und erst im vorigen Jahr gegründet wurden

Die 20-sitzigen Busse fahren werktags mehrmals am Tag von Moschendorf/Güssing (B1), Bad Tatzmannsdorf/Oberwart (B2) und Stegersbach (B3) nach Graz und wieder retour. Auch am Sonntag sowie an Feiertagen vor Werktagen sind die Busse unterwegs.

„Die Busverbindung ist einerseits für den Tourismus in den Thermenorten und im Uhudlerland wichtig, anderseits hilft diese Verbindung der Absicherung der Schulstandorte im Südburgenland, da auch Schülerinnen und Schüler befördert werden. Für Pendlerinnen und Pendler, aber auch für Studierende bringt diese Linie den Vorteil, dass der Lebensmittelpunkt im Südburgenland bleibt und somit der Abwanderung in der Region entgegengewirkt wird. Insgesamt ist die neue Buslinie also eine echte Bereicherung“, erklärte dazu Landtagspräsidentin Verena Dunst.

Teil des VOR
Der neue Südburgenlandbus ist Teil des Verkehrsverbunds Ostregion (VOR). Die Fahrscheine für B1, B2 und B3 können im Onlineshop und über die App des VOR, bei allen lokalen Bussen sowie in den neuen Bussen selbst gekauft werden. Im Südburgenlandbus haben die Fahrgäste die Möglichkeit, mit der Bankomat- oder Kreditkarte zu bezahlen.

„Der Fahrplan wurde so erstellt, dass er auf die aktuell bestehenden Kurse aus den umliegenden Gemeinden abgestimmt wurde. Oberstes Ziel war es, den Betrieb für burgenländische Fahrgäste effizienter zu gestalten, zu optimieren, eine möglichst direkte Kursführung zu verwirklichen, dadurch eine Fahrzeit von 80 Minuten in eine Richtung zu ermöglichen und somit rascher in die Steiermark zu kommen. Mit diesem neuen Angebot des Landes wird aber auch die Region Südburgenland infrastrukturell aufgewertet, touristisch attraktiviert und weiter gestärkt“, so die beiden Abgeordneten zum Burgenländischen Landtag, Ewald Schnecker und Wolfgang Sodl, unisono.

Zielgruppen des neuen Angebots sind PendlerInnen aus dem Südburgenland, die in werktags Graz arbeiten. Eine Voraberhebung hat ergeben, dass rund 300 Personen aus dem Bezirk Oberwart und rund 250 aus dem Bezirk Güssing Graz als Erwerbsort haben. Aber auch für Wochenpendler aus dem Südburgenland eignet sich der Bus, denn er fährt auch Sonntag Abend vom Südburgenland nach Graz. Gedacht sind die drei neuen Buslinien auch für Menschen aus dem Südburgenland, die in Graz Erledigungen machen müssen – etwa Einkäufe oder Besuche im Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz. Natürlich richtet sich der Bus auch an Menschen aus Graz, die einen Tagesausflug ins Südburgenland machen wollen. Gegen Voranmeldung nimmt der Bus auch Fahrräder mit.

Quelle: Land Burgenland