Müllbehälterlogistik: Auszeichnung für Wiener MA 48

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vlnr: GP-Vorstand DI Dr. Karl Wagner mit den Process Award-Siegern DI Josef Thon (Abteilungsleiter MA 48), Ing. Jürgen Valda (Leiter Behälterlogistik), Christian Stübler (stv. Leiter Behälterlogistik) und Andreas Kuba (Leiter Betrieb). © GP/FOTObyHOFER/Christian Hofer

Unfassbare 450.000 Müllbehälter stehen den Wienerinnen und Wienern für ihre Abfälle zur Verfügung. Diese Behälter müssen natürlich nicht nur regelmäßig entleert, sondern auch gereinigt, getauscht, beklebt oder repariert werden. All das erledigt die Magistratsabteilung 48. Für diese logistische Meisterleistung hat sie Anfang Dezember zum vierten Mal den Hauptpreis beim „Gpard-Prozess-Award“ der Gesellschaft für Prozessmanagement erhalten.

Perfekte Organisation
Rund 450.000 Müll- und Altstoffbehälter mit Volumina von 120 bis 4.400 Liter sind in Wien im Einsatz, wobei es separate Sammlungen für Restmüll, Altpapier, Altmetalle, Altkunststoffe, Bioabfälle, Spitalsabfälle und Altglas gibt. Für die notwendige Behälterlogistik sind drei Standorte innerhalb des Stadtgebiets verantwortlich. Mit dem Prozess zum Behältertausch konnte die 48er das höchstmögliche Level 5 erreichen somit den Hauptpreis beim Process Award 2019 gewinnen. Die unabhängige Bewertung der Prozesse erfolgte nach der internationalen Norm ISO 33.000ff.

Behälterlogistikzentrum
© PID/Christian Fürthner

Umstellung auf die Gelb-blaue Kombitonne
Die Aufgabe der Behälterlogistik besteht darin, den Wienerinnen und Wienern einwandfreie Behälter zur Sammlung von Restmüll und Altstoffen zur Verfügung zu stellen. Dafür ist es laufend erforderlich, Behälter zu tauschen, zu lagern, zu waschen, zu reparieren und zu bekleben. Im Behälterlogistikzentrum wird das Einstellen, Einziehen und Tauschen von Müllbehältern für ganz Wien koordiniert, um die rund 450.000 Behälter in Wien im optimalen Zustand für die Kundinnen und Kunden zur Verfügung zu haben. 18.000 Müllbehälter sowie Fundboxen und Textilsammelbehälter werden jährlich gewartet, beklebt, repariert und instand gehalten.
Langweilig wird den MitarbeiterInnen des Behälterlogistikzentrum aktuell sicherlich nicht. Derzeit erfolgt die Umstellung der Sammlung von Metall, Plastikflaschen und Getränkeverpackungen in einer gemeinsamen Gelb-blauen-Kombitonne. Bis Ende März 2020 werden alle blauen Metalltonnen gegen die neue Gelbe Tonne mit Einwurföffnung getauscht. Die neuen Behälter müssen beklebt, zusammengebaut und ausgeliefert werden. Die Behälter verfügen nun über einen zusätzlich montierten blauen Ring an der Einwurföffnung, um zusätzlich auf die Umstellung aufmerksam zu machen.

Die neue gelb-blaue Kombi-Tonne
© Christian Houdek/MA 48

Begehrte Trophäe bereits zum 4. Mal an 48er
Die höchste Branchenauszeichnung der Gesellschaft für Prozessmanagement wurde bereits zum 4. Mal an die 48er vergeben. Schon 2007 mit der Abfallsammlung, 2009 mit der Abschleppgruppe und 2011 mit den Waste Watchern hatte die 48er die begehrte Trophäe „GPard“ für den besten Prozess des Jahres mit nach Hause nehmen können. 2014 stand die 48er mit der Biogasanlage als Kategorie-Siegerin „Kernprozess von Produktionsunternehmen“ ebenfalls mit auf dem Siegerpodest.

Zertifizierungen im Rahmen des Integrierten Managementsystems
Ein Integriertes Managementsystem (IMS) fasst Methoden und Instrumente zur Einhaltung von Anforderungen aus verschiedenen Bereichen in einer einheitlichen Struktur zusammen, die der Leitung und Überwachung der Organisation dient. Die 48er ist nach folgenden Normen zertifiziert:
Qualitätsmanagement nach EN ISO 9001:2015
Arbeitssicherheit nach OHSAS 18001:2007
Umweltmanagement nach ISO 14001:2015
Umweltmanagement nach EMAS III
Beschwerdemanagement nach ISO 10002:2004 / Cor. 1:2009
Energiemanagement nach EN ISO 50001:2011
Risikomanagement nach ONR 49001:2014
Compliance Management nach ISO 19600:2014 und ONR 192050:2013
Entsorgungsfachbetrieb