Neue Klima- und Energiemodellregion „Zukunftsraum Wienerwald“

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Von links: Mag. Roland Honeder, (Vizebürgermeister und Leiter der KEM), Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner (Pressbaum), Ing. Stefan Steinbichler (Purkersdorf), Peter Buchner (Mauerbach) sowie Mag. Stefan Schmuckenschlager (Klosterneuburg) Stadtrat Leopold Spitzbart (Umweltgemeinderat und KEM-Koordinator, Klosterneuburg) stehen in den Startlöchern für die Klima- und Energiemodellregion Zukunftsraum Wienerwald. © Stadtgemeinde Klosterneuburg / Lutz

Ende Februar 2022 haben die vier Wiener Umlandgemeinden Klosterneuburg, Mauerbach, Pressbaum und Purkersdorf beschlossen, im Rahmen einer „Klima- und Energiemodellregion“ (KEM) gemeinsame Projekte umzusetzen. Großes Ziel der neuen KEM ist der Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister von Klosterneuburg, begrüßt die neue KEM: „Als Gemeinden müssen wir dem globalen Klimawandel auf regionaler Ebene begegnen. Durch die Klima‐ und Energiemodellregion teilen wir Know‐How, bündeln Kräfte und entwickeln gemeinsame Initiativen, um unseren wichtigen Beitrag für die weltweite Herausforderung zu leisten!“

Die Arbeit einer KEM erfolgt in mehreren Phasen. In der ersten Phase der KEM Zukunftsraum Wienerwald, die bis Dezember 2022 angesetzt ist, wird unter Einbindung und Beteiligung von Gemeinden, Stakeholdern und Experten ein Umsetzungskonzept erarbeitet. Es werden energierelevante IST‐Daten erhoben, aus denen zehn Maßnahmen abgeleitet und für die Umsetzung in der nächsten, zweijährigen Phase definiert werden. Die Förderzusage ist nun da, nach einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss wird es in die Umsetzungsphase gehen.

„Die Klima‐ und Energiemodellregion Zukunftsraum Wienerwald hat mich durch das maßgeschneiderte, auf die Region heruntergebrochene Konzept überzeugt“, sagt Peter Buchner, Bürgermeister von Mauerbach. „Die Marktgemeinde Mauerbach ist seit Jahren um den Erhalt und Schutz der uns umgebenden Natur, dieser wertvollen Ressource, bemüht“, so Buchner.

Die neu gegründete Modellregion will nicht zuletzt ein Vorbild für andere Regionen werden. Die langfristige Vision: 100 Prozent Ausstieg aus fossiler Energie. Keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten, keine Angst mehr vor Gaskrisen – stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Die österreichischen Klima‐ und Energie‐Modellregionen verfolgen genau dieses Ziel.

„Ich freue mich, dass die beteiligten Wienerwaldgemeinden unter der Initiative der Stadtgemeinde Klosterneuburg zusammenrücken, um Klima‐ und Umweltschutz voranzutreiben“, so Stefan Steinbichler, Bürgermeister von Purkersdorf: „Die Stadtgemeinde Purkersdorf war sofort an Bord, denn ein solches nachhaltiges Projekt dient uns allen, wir tun es nicht zuletzt für die nächsten Generationen.“

Durch gemeinsame Maßnahmen in Bereichen wie erneuerbare Energie, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität oder Bewusstseinsbildung leisten Klima‐ und Energiemodellregionen einen wichtigen Beitrag zum aktiven Klimaschutz und zeigen, dass ein Beitrag zur Energiewende und Energieunabhängigkeit auf regionaler Ebene möglich ist.

Auch Bürgermeister Josef Schmidl‐Haberleitner, Bürgermeister von Pressbaum, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Der Zeitpunkt für den Zukunftsraum Wienerwald ist absolut richtig, die Modellregion greift brandaktuelle Themen auf, die jeden betreffen, und packt die Probleme im wahrsten Sinne des Wortes bei der Wurzel, dort, wie wir alle etwas bewirken und verändern können.“

Die Klima‐ und Energiemodellregionen Österreichs
KEM ist ein Programm des Klima‐ und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung. Aktuell gibt es in Österreich 120 Modellregionen in 1060 Gemeinden.
Zentrales Element jeder Modellregion ist ein Modellregionsmanager. Das regionale Modellregionsmanagement (Modellregionsmanager) wird halbtags finanziert. Der Klima‐ und Energiefonds unterstützt durch gezielte Förderungen den Einsatz von klimaschonenden und umweltfreundlichen Technologien in den Klima‐ und Energie‐Modellregionen. Ziel der Investitionsförderung ist es, die KEM bei der Umsetzung von Investitionsprojekten zu unterstützen und somit bei der Erreichung der definierten Maßnahmen und Ziele zu begleiten.

Informationen unter: www.klimaundenergiemodellregionen.at