Neue Straßenmeisterei in Stanzach, Tirol

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In Stanzach baut das Land Tirol eine neue Straßenmeisterei, die noch heuer fertig werden soll. © BBA Reutte

Bisher wurde das gesamte Straßennetz im Außerfern von der Straßenmeisterei Reutte aus betreut. Die neue Meisterei in Stanzach ist künftig Stützpunkt für das Lechtal und das Tannheimertal.

Der Beginn der Bauarbeiten erfolgte schon nach Ostern, leider ohne traditionellen Spatenstich. Noch heuer soll der Arbeitsplatz für 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertig werden. Sie werden von Stanzach aus 136 Kilometer Landesstraßen in Schuss halten. „Wir schaffen mit der neuen Straßenmeisterei eine optimale Ausgangsbasis für gepflegte und sicher befahrbare Landesstraßen. Mit dem neuen Standort verbessern wir gleichzeitig die Organisationsstruktur des Landessstraßendienstes“, erläutert LHStv Josef Geisler die Hintergründe für diese Investition im Lechtal. Bernd Stigger vom Landesstraßendienst ergänzt: „Der zentrale Standort bringt mehr Flexibilität beim Einsatz von Personal, Fahrzeugen und Geräten.“

Regionale Bauwirtschaft profitiert
Das Land Tirol investiert 7,5 Millionen Euro in den Neubau: „Sämtliche Aufträge konnten bisher an heimische Firmen vergeben werden“, sieht LHStv Geisler gerade jetzt einen Beitrag zur Sicherung der regionalen Wirtschaft und Beschäftigung. Dass der neue Bauhof, der seinen Wärmebedarf über eine Wärmepumpe mit Erdwärme deckt, auch energetisch ein Vorzeigeprojekt ist, freut Geisler als für die Landesstraßen und Energie zuständiges Regierungsmitglied besonders.

Der Bürotrakt wird in Massivbauweise, alle anderen Gebäude in Holzbauweise ausgeführt. Es entstehen Büros, Aufenthalts- und Sozialräume, Werkstätten für Holz- und Metallbearbeitung sowie Garagen für Lkw, Unimog, Radlader, Traktor und Kleintransporter. Im Magazin werden Verkehrszeichen, Absperrmaterial und sonstige Gerätschaften gelagert.
Die Straßenmeistereien Reutte und Stanzach betreuen in Summe 276 Kilometer Landesstraßen im Außerfern. Für Wolfgang Haas, Leiter des Baubezirksamts Reutte, ist die neue Straßenmeisterei eine „erfreuliche und sinnvolle Weiterentwicklung des bisherigen Konzepts“. Im Durchschnitt werden im Außerfern jährlich rund 80.000 Arbeitsstunden und 2,6 Millionen Euro für die Sicherheit und Sauberkeit der Landesstraßen aufgewendet. Der Straßendienst im Bezirk Reutte zählt insgesamt 49 MitarbeiterInnen und verfügt über zwölf Großfahrzeuge und zwölf Kleintransporter.

Quelle: Land Tirol