Neues Mobilitätskonzept für Vorarlberg

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Mobilitätsabend Verkehrskonzept, Reichshofsaal

Nachdem das letzte Mobilitätskonzept schon zwölf Jahre alt ist, wird im Ländle derzeit an einem neuen Konzept gearbeitet, das im Jahr 2019 fertig sein soll.

„Bei der Mobilität stehen, getrieben durch Digitalisierung, technologischen Fortschritt und geändertes Mobilitätsverhalten erhebliche Veränderungen bevor“, sagten Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrat Johannes Rauch im Rahmen eines Mobilitätsabends in Lustenau Ende Juni. Gemeinsam mit VerkehrsexpertInnen gaben sie einen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen.

Arbeitsschwerpunkt Güterverkehr im neuen Konzept
Die Vorarbeiten für das neue Mobilitätskonzept laufen schon seit Anfang des Jahres, auch ein eigener Bürgerrat zu diesem Thema hat schon stattgefunden. „Der umfangreiche Maßnahmenkatalog des Landesverkehrskonzepts 2006 wurde evaluiert, viele Maßnahmen davon wurden umgesetzt“, so Landesstatthalter Rüdisser, der folgende Beispiele zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur anführte: Umfahrung Andelsbuch, Bau der zweiten Röhre des Pfändertunnels, Umbau von Halbanschlussstellen zu Vollanschlussstellen an der A 14 sowie konsensorientiertes Planungsverfahren „Mobil im Rheintal“.

Auch wenn wichtige Maßnahmen zur Verlagerung der Güter auf die Schiene – wie z.B. der Ausbau des Güterterminals Wolfurt und die Erweiterungen für den Güterverkehr im Bahnhof Ludesch – umgesetzt wurden bzw. vor der Fertigstellung stehen, sind noch besondere Anstrengungen beim Güterverkehr notwendig, betonte Rüdisser: „Daher gibt es auch einen Arbeitsschwerpunkt Güterverkehr bei der Überarbeitung des Landesverkehrskonzepts“.
Bei dem „Mobilitätsabend“ waren auch zwei hochkarätige ExpertInnen eingeladen, um einen Blick in die Zukunft der Mobilität zu werfen: Franziska Borer Blindenbacher vom Schweizer Amt für Raumentwicklung und der deutsche Zukunftsforscher Stephan Rammler wiesen auf die Notwendigkeit zur Anpassung an Digitalisierung, geändertes Mobilitätsverhalten und Zukunftstechnologien hin.

Einbindung der BürgerInnen
Neben den Bürgerinnen und Bürgern werden ab Herbst im Rahmen von Arbeitsgruppen und Arbeitsgesprächen auch externe Experten, Interessenvereinigungen sowie Initiativen in die Arbeiten zum neuen Mobilitätskonzept eingebunden. Der Beschluss der Landesregierung und die Kenntnisnahme durch den Landtag sind für 2019 vorgesehen.

Bild: © VLK/B.Hofmeister
Quelle: VLK (Vorarlberger Landeskorrespondenz)