NÖ Straßendienst ist auch in Corona-Zeiten für den Winter gerüstet

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Foto: Land Niederösterreich

Im Land Niederösterreich wurde ein COVID-Konzept für beständige Einsatzbereitschaft ausgearbeitet.

„Ab 1. November beginnt der offizielle Winterdienst-Einsatz für die Mannschaft in den 58 Straßenmeistereien. Aufgrund der besonderen Herausforderung, was den Personaleinsatz in Corona-Zeiten betrifft, haben wir ein eigenes COVID-Konzept ausgearbeitet, um auch diesen Winter eine beständige Einsatzbereitschaft und damit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sicherzustellen“, erklärte Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko kurz vor Beginn der Winterdienstsaison.

So bilden die Meistereien Teams, welche auch räumlich getrennt werden mit unterschiedlichen Aufenthaltsräumen und Sanitär- und Umkleidebereichen. Gestaffelte Dienstbeginne und Pausen und versetzter Dienstschluss sichern einen reibungslosen und kontaktlosen Dienstablauf. Weiters wird auf Hygiene besonderes Augenmerk gelegt. So gibt es eine kontaktlose Fahrzeugübergabe mit Desinfektion vor und nach Verwendung der Winterdienst-LKW und Streckendienstfahrzeuge. „Dieses Konzept berücksichtigt auch unterschiedliche Ausfallsszenarien, wobei die jeweilige Vorgangsweise festgelegt wurde. Somit kann die Verkehrssicherheit auf NÖ Landesstraßen auch in dieser herausfordernden Zeit sichergestellt werden“, weiß NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker.

Um das NÖ Landesstraßennetz mit seinen rund 13.600 km winterfest zu machen, braucht es eine Menge Arbeit. Allein 700 km Schneezäune sind als wirksamer Verwehungsschutz alljährlich zu reparieren und zeitgerecht aufzustellen. Das entspricht in etwa der Strecke Wien-Salzburg und zurück. Um den Räum- und Streufahrzeugen eine Orientierungshilfe zu geben, müssen 500.000 Schneestangen mit den verschiedensten Zusatzsignalen aufgestellt werden. Die Splitt- und Salzlager wurden bereits aufgefüllt. Darüber hinaus wurden rund 76.000 Tonnen Auftausalz in 107 Silos und 60 Hallen für den Winterdienst auf Landesstraßen B und L eingelagert.

Durchgeführt wird der Winterdienst auf Niederösterreichs Landesstraßen von den 58 Straßenmeistereien mit rund 376 eigenen Fahrzeugen und 285 angemieteten LKW, welche für Räum- und Streueinsätze für den Winterdienst ausgerüstet werden müssen. Jedem Fahrzeug ist eine bestimmte Route zugeordnet und in den Räum- und Streuplänen jeder Straßenmeisterei festgehalten.

Straßen mit geringen Verkehrsaufkommen werden mit Streusplitt winterdienstlich betreut, Landesstraßen mit hohem Verkehrsanteil werden als Salzstreustrecken geführt. „Ein effizienter und umweltschonender Umgang mit den Streumitteln ist dabei besonders wichtig“, hält Landesrat Schleritzko fest.

„Der NÖ Straßendienst setzt seit 2015 flächendeckend eine Salzstreuung mit erhöhtem Soleanteil (Sole ist in Wasser gelöstes Salz) ein, da Untersuchungen gezeigt haben, dass bei Anwendung dieser Form der Feuchtsalzstreuung der Straßenwinterdienst höchst effektiv und umweltschonend durchgeführt werden kann“, erläutert Decker. Dabei wird, bei gleicher Wirksamkeit, beim Ausbringen von gleichen Anteilen an Trockensalz und Salzsole (FS50-Streuung) eine Einsparung von über 20 Prozent gegenüber der bisher als Stand der Technik geltenden und angewendeten FS30-Streuung (70 Prozent Trockensalz und 30 Prozent Salzsole) erzielt.

Die Verkehrssicherheit hängt aber nicht nur von der Arbeit des NÖ Landesstraßendiensts ab. „Wir appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, alle Vorkehrungen für den Winter zu treffen. Dazu zählt zum Beispiel das Besorgen und Montieren von Winterreifen noch vor dem ersten Schnee. Fahrzeuge müssen wintertauglich gemacht werden und besonders exponierte Stellen wie Brücken oder Walddurchfahrten mit Vorsicht befahren werden“, rät Schleritzko.

Die Erfahrung zeigt, dass sich die Witterungsverhältnisse vor allem im Winter sehr rasch ändern können und mit ihnen der Straßenzustand. Der NÖ Straßendienst appelliert daher an die Autofahrer und bittet um angepasstes Fahrverhalten. Straßenglätte ist jederzeit möglich, besonders an exponierten Stellen.

Quelle und Foto: Land Niederösterreich