„Ölfreie Gemeinde“ Baden

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Von links: GR Dr. Ernst Schebesta, GR Herbert Dopplinger, GRin Angela Stockl-Wolkerstorfer, StR Johann Hornyik, Vizebürgermeisterin Dr. Helga Krismer-Huber, Präsident Mag. Alfred Riedl, StRin Erna Koprax, Mag. Otto Wolkerstorfer, NRAbg. StRin Mag.a Carmen Jeitler-Cincelli, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Dipl.-Ing. Stefan Szirucsek, LH-Stv. Dr. Stefan Pernkopf, HR Mag. Roland Enzersdorfer, Susanne Kopecky, Dr. Gerfried Koch, Mag. Herwig Troyer, Dr. Herbert Greisberger, GR Christian Ecker, DI Michaela Huemer, GR Michael Capek.

Die Stadtgemeinde Baden beheizt seit einigen Jahren ihre gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen ohne Heizöl. Aus diesem Grund wurde Baden im September vom niederösterreichischen LH-Stv. Stephan Pernkopf als „ölfreie Gemeinde“ ausgezeichnet. Außerdem konnte die Gemeinde im europaweiten e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden das fünfte „e“ erreichen.

Baden Bürgermeister Stefan Szirucsek erklärt, warum die Stadt Baden „ölfrei“ ist: „Als Stadtgemeinde gehen wir auch in der Wärmeversorgung einen konsequenten Weg Richtung erneuerbarer Energie. Unser Ziel ist, auch im Gebäudebereich auf CO2-freie Technologien zu setzen. In den Gebäuden der Gemeinde verzichten wir daher schon seit mehreren Jahren auf Öl.“

Neben der Stadtgemeinde Baden wurden noch weitere 153 Gemeinden ausgezeichnet, die ihre gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen ölfrei beheizen. „Ölfrei“ definiert das Land als den Verzicht von Heizöl bei Zentralheizungen, Zusatzheizungen sowie Nahwärme, ausgenommen Ölkessel zur Spitzenlastabdeckung und Ausfallreserve bei biogenen Nahwärmeanlagen.

Vorbild für Private
„Ziel ist es, dass wir auf fossile Heizstoffe ganz verzichten. Ich hoffe, viele Private und Unternehmen in Baden folgen unserem Weg der Energiewende“, betont Vizebürgermeisterin Helga Krismer am Rande der Auszeichnungsveranstaltung.

e5-Gemeinde
Im europaweiten e5-Programm konnte Baden Anfang September im Rahmen des Niederösterreichischen Umweltgemeindetags 2019 in Perchtoldsdorf das fünfte „e“ entgegennehmen. Beim e5-Programm stellen sich energieeffiziente Gemeinden einem internationalen Audit und werden für ihre Leistungen in der Energieeffizienz und im Klimaschutz ausgezeichnet.

Seit 2011 ist Baden Teilnehmer im e5-Programm. Derzeit nehmen österreichweit 228 Gemeinden und Städte am e5-Programm teil. „Wir konnten in den letzten Jahren das Energie- und Klimaprogramm in Baden erfolgreich umsetzen und deutlich steigern. Das 5. „e“ macht uns stolz und ist Ansporn noch besser zu werden“, freut sich Bürgermeister Stefan Szirucsek bei der Überreichung des letzten „e“ durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stv. Stephan Pernkopf beim Niederösterreichischen Umweltgemeindetag.

Im Rahmen des e5-Programms schaffte Baden 78 Prozent aller möglichen Maßnahmen, die dazu dienen, die Energieeffizienz in der Gemeinde zu steigern und die Versorgung mit erneuerbaren Energien sicherzustellen. „Das e5-Programm und die Zertifizierung sind wichtige Instrumente zur Standortbestimmung im Bereich Energie und Klimaschutz. Zugleich ist e5 Innovation- und Informationsplattform und bildet die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft“, betont Vizebürgermeisterin Helga Krismer.

Über das e5-Programm
Das europaweite e5-Programm ermuntert und unterstützt Österreichs Gemeinden ihre Energie- und Klimaschutzpolitik zu modernisieren, Energie und damit Kosten zu sparen sowie erneuerbare Energieträger verstärkt einzusetzen. In sechs Dimensionen werden die Gemeinden beim Audit bewertet: Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.
Für jede der 78 Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern wird geprüft, ob sie für die auditierte e5-Gemeinde von Relevanz ist. Das Prinzip der Bewertung ist es, die Möglichkeiten einer Gemeinde aufzuzeigen und anschließend in Relation zum Grad der Umsetzung zu bewerten. Im besten Fall erreicht die Gemeinde bei jeder Maßnahme 100%, was bedeutet, dass die Möglichkeiten der Gemeinde vollständig ausgeschöpft wurden. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür alle drei Jahre einer internationalen Auditierung stellen. Die Betreuung der e5-Gemeinden erfolgt in Niederösterreich durch die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, eNu.

 

Quelle: Stadtgemeinde Baden, Foto: ©2019psb/sap