ÖsterreicherInnen halten Mülltrennung für wichtig

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© EuroKommunal/Sinhuber

Zum „Tag der Mülltrennung“ am 7. März hat die ARA (Altstoff Recycling Austria) eine Studie beim Institut IMAS beauftragt, bei der 1.065 ÖsterreicherInnen ab 14 Jahren zum Thema Mülltrennung befragt wurden. Wichtigste Erkenntnis der Studie ist, dass die Notwendigkeit der Mülltrennung außer Frage steht, denn 96 Prozent der ÖsterreicherInnen halten Mülltrennung für wichtig, auch die getrennte Sammlung von Verpackungen wird von 93 Prozent als wesentlich eingeschätzt.

34 Prozent der ÖsterreicherInnen haben gute Vorsätze, sie wollen ihren Abfall künftig noch besser trennen, besonders motiviert sind dabei die 14- bis 29-Jährigen mit 42 Prozent. Im Durchschnitt wenden die ÖsterreicherInnen zwölf Minuten pro Woche für die getrennte Sammlung auf.

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Wichtige Rohstoffe bleiben im Kreislauf
Durch die richtige Verpackungssammlung können VerbraucherInnen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz beitragen. Verpackungsrecycling entlastet die Umwelt durch den Einsatz wertvoller Sekundärstoffe. Die Ergebnisse zeigen: 93 Prozent finden
Verpackungssammlung gut. Zum Vergleich: Vor 30 Jahren lag dieser Wert noch bei 67 Prozent.

Dass das österreichische Sammelsystem durchwegs positiv aufgenommen wird, bestätigt auch seine Nutzung: 98 Prozent der Befragten geben an, Altpapier getrennt zu sammeln, danach folgen Glasverpackungen (97 Prozent), Kunststoffgetränkeflaschen (91 Prozent) und Verbundkartons (76 Prozent).

„Diese Ergebnisse sind sehr erfreulich, dennoch herrscht bei den Kunststoffverpackungen noch Aufholbedarf. Denn um die EU-Ziel ab 2025 zu erreichen, müssen wir das Recycling verdoppeln. Bei allen anderen Verpackungen haben wir die Ziele schon heute erfüllt. Das zeigt, dass wir in Österreich auf dem richtigen Weg sind, jede Verpackung zurück in den Kreislauf zu holen. Diese Rohstoffwende hilft, die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Dafür wollen wir uns für das Engagement jeder und jedes Einzelnen bedanken“, so ARA Vorstand Christoph Scharff.

Ein einheitliches Sammelsystem für Kunststoff und Metall ab 2025
Das Sammelsystem für Kunststoff- und Metallverpackungen zu vereinheitlichen, ist ein wichtiger Schritt zur Vereinfachung der Sammlung und zur Steigerung der Mengen. Mit der jüngsten Novelle der Verpackungsverordnung ist der Fleckerlteppich an verschiedenen Sammelsystemen bald Geschichte. Ab 2023 werden österreichweit alle Kunststoffverpackungen gesammelt und spätestens ab 2025 gemeinsam mit Metallverpackungen. Schon jetzt geben 86 Prozent der befragten Personen dem Sammelsystem vom Kunststoffverpackungen die Schulnote 1.

„Wir wollen noch näher an die VerbraucherInnen und stellen dazu von Bring- auf bequeme Holsysteme ab Haus um. Aktuell sind 2,4 Millionen Haushalte an die Ab-Haus-Sammlung mit dem Gelben Sack oder Gelben Tonne angeschlossen. Durch den Ausbau dieses Systems wollen wir den ÖsterreicherInnen noch mehr Convenience bieten, um ihnen Mülltrennung zu jeder Zeit einfach und leicht zu ermöglichen“, so Scharff.