Pilotversuch: Eisenstädter Stadtbus wird zum Regionalbus

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Für zwei Wochen wird der Stadtbus, der in der Landeshauptstadt des Burgenlandes verkehrt, probeweise zum Regionalbus für drei Umlandgemeinden.

Vom 19.-30. August 2019 verkehrt der Stadtbus zusätzlich auch in den Eisenstädter Umlandgemeinden Schützen, Oslip und St. Mararethen. Dieser Pilotversuch soll entsprechende Erfahrungen bringen, um für die Zukunft zu einer neuen Qualität der Mobilität zu kommen.

„Wir müssen dafür sorgen, dass künftig jede Burgenländerin und jeder Burgenländer Zugang zu öffentlichen Verkehr hat. Zu einem öffentlichen Verkehr, der leistbar ist, der flächendeckend ist und die Möglichkeit schafft, dass niemand ein eigenes Auto braucht, um mobil zu sein“, zeigt sich Bürgermeister Thomas Steiner von dem Projekt überzeugt.

Erfolgsmodell Stadtbus
Vor mehr als zehn Jahren ist der Versuch, einen sogenannten Stadt-Land-Bus zu etablieren, gescheitert. Seit Ende 2016 ist in Eisenstadt ein Stadbus unterwegs, der von rund 1.500 Menschen pro Tag genützt wird.

In Eisenstadt war Busfahren innerhalb des Stadtgebietes für die meisten Bewohner der Landeshauptstadt nicht einmal eine Denkvariante. Mit einer positiven Marketingoffensive konnte die Stadt Eisenstadt die Bevölkerung für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel begeistern.

Erweiterung ins Umland
Bereits vor über einem Jahr wurden Gespräche mit Bürgermeistern aus dem Bezirk betreffend die Erweiterung des Stadtbusses geführt. „Mit dem zweiwöchigen Pilotversuch wollen wir jetzt die Bevölkerung aus Schützen, Oslip und St. Margarethen für Fragen des öffentlichen Verkehrs sensibilisieren und im Echtversuch überprüfen, ob die Menschen ein solches Angebot annehmen. Gleichzeitig dient er als Werbemaßnahme für den Stadtbus“, erläutert Bürgermeister Thomas Steiner.

„Das bestehende Angebot des VOR zwischen St. Margarethen und Eisenstadt ist gut. Dennoch ist da noch viel Luft nach oben. Zusätzliche, schnelle Busanbindungen nach Wulkaprodersdorf und vermehrt auch Richtung Familypark wären für unsere Gemeinde eine Bereicherung“, weiß St. Margarethens Bürgermeister Eduard Scheuhammer.

Auch Schützens Bürgermeister Roman Zehetbauer schlägt in dieselbe Kerbe: „Von Schützen aus haben wir bereits eine gute bestehende Bus- und Bahnverbindung nach Eisenstadt. Der neue Regionalbus ist aber eine tolle Ergänzung und kann neue Akzente für die Bevölkerung setzen.“

Die Osliper Bevölkerung werde vom Regionalbus besonders profitieren, ist Bürgermeister Stefan Bubich überzeugt: „Durch den Regionalbus gibt es eine noch bessere Verbindung zum Bahnhof Schützen und in die Landeshauptstadt. Besonders freut es mich, dass die Osliper Bevölkerung auch St. Margarethen und den Familypark mit öffentlichen Verkehrsmittel wieder erreichen kann. Die Verbindung Oslip – St. Margarethen wurde ja vor einigen Jahren vom VOR aufgelassen!“

Mobilität in und um die Gemeinde
Für die Fahrgäste aus diesen drei Gemeinden wird es möglich sein, sowohl innerhalb der jeweiligen Gemeinde mobil zu sein, aber auch zwischen den Gemeinden, einschließlich der Stadt Eisenstadt, St. Georgen und Kleinhöflein. Und natürlich können auch die Eisenstädter mit dem Bus in die genannten drei Ortschaften fahren.

Die Benützung all dieser Buslinien ist in diesen beiden Wochen gratis, da es sich ja lediglich um einen Pilotversuch handelt. Auch innerhalb der Stadt Eisenstadt kann man das gesamte Stadtbusangebot gratis testen. Beim Einsteigen wird von den Chauffeuren eine Gutscheinkarte mit Gültigkeit für die gesamten beiden Wochen ausgegeben.

„Die Aktion ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation der Verkehrsverbundes Ost-Region mit Partnern in der Region, wo auch neue Ansätze ausprobiert und unkompliziert zum Vorteil der Menschen umgesetzt werden“, so VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn.

Foto: © Magistrat Eisenstadt