Raus aus dem Asphalt

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Wiedens Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl und Umweltstadträtin Ulli Sima präsentieren Pläne für "Raus aus dem Asphalt" (v.l.) © PID/Christian Fürthner

Dort, wo Baumpflanzungen im öffentlichen Raum nicht möglich sind, wird die Stadt Asphaltflächen aufbrechen und sie zu Grünflächen umgestalten. Auftakt für die Aktion „Raus aus dem Asphalt“ war im August im 4. Wiener Gemeindebezirk, wo sich eine Vielzahl an Einbauten unter der Straße befinden und tiefwurzelnde Bäume schwer zu pflanzen sind.

„Angesichts der zunehmenden Temperaturen in der Stadt wollen wir versiegelte Flächen reduzieren und mit einfachen Mitteln begrünen. Damit werten wir Grätzl auf und schaffen auch in stark verbauten Gebieten kleine, blühende Grünoasen. Oft sind es kleine Akzente, die Straßenzüge ein wenig bunter machen und auch Insekten und Schmetterlinge erfreuen“, erklärt die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima.

Wo es möglich ist, werden auch weiterhin Bäume als Schattenspender gepflanzt, dazu gibt es ein Sonderbudget in der Höhe von acht Millionen Euro. Oft sind Baumpflanzungen aber nicht möglich, und hier möchte die Stadt in Zukunft Grünflächen schaffen.

Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl aus dem 4. Bezirk begrüßt die Initiative der Stadt: „Es ist erfreulich, dass es von Seiten der Umweltstadträtin Förderungen für unterschiedlichste Begrünungs- und cooling-Maßnahmen für die Bezirke gibt. Wir wollen verschiedene Straßenzüge mit Bepflanzungen attraktiver machen und auch die Bevölkerung einbinden.“

Die Wiener Stadtgärtner haben dazu drei unterschiedliche Module entwickelt, die sich für die unterschiedlichsten Standorte, wie schattig oder sonnig, eignen. An der Margaretenstraße-Ecke-Operngasse wird nun in Kürze eine optisch ansprechende und sonnenverträgliche Gräser-Sträucher-Mischung gesetzt.

Die Aktion „Raus aus dem Asphalt“ ist Teil des Maßnahmenkatalogs für die Bezirke und wird aus dem auf 4,6 Mio. Euro verdoppelten Fördertopf für „Coole Bezirke“ der Stadt Wien unterstützt.