Sanfte Mobilität für MitarbeiterInnen der Stadt Baden

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Im Rahmen des EU-Projektes MOVECIT werden Strategien erarbeitet, wie die Bediensteten der Stadtgemeinde umweltfreundlicher zu Arbeit kommen können.

Wie kommen die MitarbeiterInnen jeden Tag zur Arbeit? Wie sind sie in der Arbeitszeit unterwegs? Wie kann das Mobilitätsverhalten klimafreundlicher werden? Mit diesen Fragen setzt sich das vom Klimabündnis betreute Projekt MOVECIT auseinander. Die Stadt Baden, e5-Gemeinde und Klimamodelregion, nimmt als eine von vier Städten an diesem Projekt teil.

„Mobilität ist einer der schwierigsten Bereiche im Klimaschutz. Bewusstseinsbildung und Vorbildfunktion sind bei der notwendigen Mobilitätswende entscheidend. Daher setzt die Stadtgemeinde Baden auch auf ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz – unser Citybus gilt als echtes Erfolgsmodell. Auch ist der kontinuierliche Ausbau der städtischen Radwege-Infrastruktur ein fixer Bestandteil unseres neuen Verkehrskonzeptes. Und natürlich wollen wir als Stadtverwaltung selbst mit gutem Beispiel voran gehen“, sagt Bürgermeister Stefan Szirucsek.

Potential für klimafreundliche Arbeitswege
Eine Mobilitätsbefragung unter den MitarbeiterInnen zeigt, dass es in der Stadt Potential für Verbesserungen gibt: 54 Prozent der MitarbeiterInnen nutzen derzeit den eigenen PKW für Wege zur Arbeit, 15 Prozent nutzen das Fahrrad und 9 Prozent gehen zu Fuß. Ein Drittel der Arbeitswege ist unter fünf Kilometer – eine Distanz, die auch mit dem Fahrrad oder E-Bike zurückgelegt werden könnte.

Vizebürgermeisterin Helga Krismer: „Als e5-Gemeinde und Klimamodellregion haben wir schon einiges im Mobilitätsbereich umgesetzt. Von Citybuslinien über Verbesserungen der Radinfrastruktur bis zu Park&-Ride-Anlagen. Auch für unsere MitarbeiterInnen in der Verwaltung haben wir die Infrastruktur schrittweise optimiert. Es gibt Duschmöglichkeiten, E-Autos für Dienstfahrten und e-carsharing. Eine der nächsten Maßnahmen wird die Überdachung der Radabstellanlage im Rathausinnenhof sein. Dank der Ergebnisse aus der Befragung sowie dem erarbeitete Mobilitätsplan können wir noch gezielter vorgehen.“

Im Rahmen des EU-Projektes wurde aufbauend auf die Befragung der MitarbeiterInnen ein Maßnahmenplan erarbeitet. Für die MitarbeiterInnen gibt es im Juni einen Workshop zu gesundheitlichen Aspekten des zu Fuß-Gehens, im Herbst folgt ein Wettbewerb. In Planung ist auch eine Mobilitäts-Infomappe für die Gemeindebediensteten und Anreize zur Bildung von Fahrgemeinschaften.

EU-Interreg Projekt MOVECIT
MOVECIT zielt darauf ab, den Verkehr nachhaltiger zu gestalten. An diesem EU-Interreg Projekt nehmen 10 Partner aus sieben mitteleuropäischen Ländern teil. In Österreich sind Baden, Bruck an der Mur, Leoben und Mödling mit dabei. In allen Gemeinden und Städten werden Mobilitätspläne entwickelt. Diese beinhalten einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Angaben zur CO2-Einsparung und zur Finanzierung sowie zum Umsetzungszeitraum. Das vom Klimabündnis Österreich betreute Projekt läuft noch bis Mai 2019.

Foto: Steingerger
Quelle: Land NÖ