St. Pölten bewirbt sich als Kulturhauptstadt Europas 2024

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Der Fahrplan steht: Bis Ende des Jahres 2018 wird die Landeshauptstadt Niederösterreichs die Bewerbung einreichen, im Jänner 2019 findet dann eine Präsentation im Bundeskanzleramt statt. Bevor Ende November 2019 feststeht, ob St. Pölten den Zuschlag als Kulturhauptstadt Europas 2024 erhält, findet noch eine Präsentation vor Vertretern der EU statt.

Der bisherige Bewerbungsprozess, der von allen mitgetragen und mitgestaltet werde, habe gezeigt, welches kulturelle und touristische Potenzial in St. Pölten und der Region um die Landeshauptstadt vorhanden sei, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler, Geschäftsführer Michael Duscher und Prof. Rudolf Scheuvens von der TU Wien.

St. Pölten als „Musterstadt“
St. Pölten befinde sich im Zentrum eines Kulturraumes, der in die Bewerbung miteinbezogen werden soll, meinte Mikl-Leitner. Es sei eine gute Möglichkeit, St. Pölten und die umliegende Region – etwa die Wachau, Grafenegg, die Schallaburg oder die neue Landesgalerie Niederösterreich – zukünftig „als selbstständige Kulturregion zu entwickeln“. Darüber hinaus wolle man St. Pölten auf europäischer Ebene „als Musterstadt“ für vergleichbare europäische Städte positionieren. Mikl-Leitner begründete das unter anderem mit der Lage St. Pöltens im Herzen Europas, der Nähe zu Großstädten wie Wien, Prag und Bratislava und den Anbindungen an die wichtigen Verkehrsachsen.

Kultur für und mit den Menschen
Bürgermeister Matthias Stadler bezeichnete die Bewerbung St. Pöltens „als richtigen Schritt zur richtigen Zeit“. Die Hauptstadtwerdung vor 30 Jahren habe für Aufbruchsstimmung gesorgt und viel Erfahrung gebracht, diese Entwicklung sei jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Eine „Mittelstadt“ zu sein habe den Vorteil, auf der einen Seite viele zentrale Einrichtungen zu haben und auf der anderen Seite überschaubar zu sein, so Stadler. St. Pölten wolle zudem nicht „Kunststadt“ sein, sondern Kulturstadt, wo Kultur „für und mit den Menschen erlebbar ist“.

Für St. Pölten 2024 gibt es auch eine eigene Homepage: www.st-poelten2024.eu

Quelle: Land Niederösterreich
Foto: NLK Reinberger