Stadt Salzburg: 509 Kilo Müll pro Kopf

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Salzburgs Städtische Betriebe und das Abfallservice haben über das Jahr 2021 Bilanz gezogen.

Corona ist auch im zweiten Pandemiejahr in der Abfallbilanz der Stadt Salzburg spürbar. Der Müllberg in der Stadt Salzburg ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. 2020 schrumpfte er um 3,9 Prozent auf 78.476 Tonnen im Vergleich zu 2019 und wuchs 2021 wieder auf 79.184 Tonnen um 0,7 Prozent leicht an. Das heißt, jede/r SalzburgerIn produzierte vergangenes Jahr 509 Kilogramm Müll. Davon wurden rund 50 Prozent getrennt gesammelt und somit wiederverwertet.

Das Restmüllaufkommen stieg 2021 auf 33.264 Tonnen (2020: 33.210 Tonnen). Ebenso gestiegen sind die Mengen bei der Plastiksammlung: 2021 waren es 846 Tonnen (2020: 844 Tonnen) und bei der Papier-/Karton-Haussammlung 10.205 Tonnen 2021 (2020: 11.467 Tonnen). Geringere Sammelmengen gab es beim Biomüll mit 13.044 Tonnen im Vorjahr (2020: 13.135 Tonnen), bei Alttextilien mit 859 Tonnen (2020: 862 Tonnen) und Sperrabfall (Holz und Metall) mit 946,20 Tonnen (2020: 867 Tonnen).
Die Salzburger:innen nutzten auch 2021 rege den Recyclinghof Maxglan. Allein dort gaben sie im Vorjahr 12.058 Tonnen Müll ab, das sind 591 Tonnen mehr als noch im Jahr 2020.

„Auch das zweite Pandemiejahr in Folge macht sich in der Abfallbilanz der Stadt Salzburg bemerkbar. Zwar ist die Abfallmenge im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent wieder ganz leicht gestiegen. Gegenüber 2019 verzeichnet die Stadt aber immer noch einen Rückgang der Gesamtabfallmenge um 2,3 Prozent. Grund dafür ist die zeitweise Schließung der Gastronomie und Hotellerie“, so der Leiter des Abfallservice, Jürgen Wulff-Gegenbaur.

Erweiterung Recyclinghof – Umstellung Plastiksammlung
Immer mehr KundInnen, es gibt rund 130.000 Kundenkontakte pro Jahr, sowie geänderte gesetzliche Vorgaben und Rahmenbedingungen machen einen Aus- bzw. Umbau des städtischen Recyclinghofes notwendig. Die Erweiterung ermöglicht künftig eine Ausweitung der Kapazitäten und die Optimierung der Betriebsabläufe. Die Planung für den Umbau, der im ersten Halbjahr 2022 starten soll, läuft derzeit auf Hochtouren.
Ein weiteres großes Vorhaben des Städtischen Abfallservice ist die Neuplanung der Plastiksammlung in der Stadt Salzburg. Aufgrund gesetzlicher und EU-Vorgaben muss die Recyclingquote ab 2023 erhöht werden.

Bäder mit BesucherInnenrückgang
Den traditionellen Freibäder-Saisonbeginn in der Stadt Salzburg um den 1. Mai gab es vergangenes Jahr nicht. Am 19. Mai war es soweit: Das Leopoldskroner Bad, das Volksgartenbad und das AYA-Freibad öffneten ihre Pforten mit den Corona-Auflagen: BesucherInnen-Obergrenze, Abstandsregeln und Maskenpflicht in Innenräumen. Im neuen Webshop konnten die Schwimmfans ihre Tickets für das „Lepi“, „Volksi“ und AYA-Bad erstmals einfach und bequem bereits zu Hause kaufen und damit ohne Wartezeit am Eingang den Badetag genießen. Vor dem Aufbruch konnten die BesucherInnen per Online-Tool noch die Auslastung in den drei Schwimmbädern in Echtzeit abfragen. Der verspätete Saisonstart, Corona-Auflagen und ein verregneter August hatten auch Auswirkungen auf die BesucherInnenzahlen: 132.153 Badegäste verzeichneten die drei Freibäder in der Saison 2021. 2020 waren es 148.377 und 2019 noch 213.419 BesucherInnen gewesen.

BesucherInnen-Obergrenze, strenge Regeln für Vereine und Schulen – vor allem externe Schwimmprojekte waren betroffen – wirkten sich stark auf die Besuchszahlen im AYA-Hallenbad aus: 2021 zählte man 24.719 BesucherInnen, im Jahr zuvor 42.038 Eintritte und im coronafreien Jahr 2019 schwammen noch 98.638 Badegäste im Bad an der Alpenstraße.

Sporthallen: Rückläufige Besuche
Die BesucherInnen-Zahlen im Sportzentrum Nord und in der Sporthalle Alpenstraße gingen wegen der strengen Corona-Regeln für Vereine und Schulen massiv zurück. Zudem fanden keinerlei Turniere statt. Die Sporthalle Alpenstraße zählte letztes Jahr 16.285 SportlerInnen, im Jahr davor waren es 19.170 und 2019, im letzten „normalen“ Jahr, 53.490 Sportbegeisterte.
Dem Sportzentrum Nord ist es gelungen, mit neuen Partnern – wie SSM –Salzburger Schulsportmodell, HPB-Torwartakademie sowie dem Lieferinger SV – das Leistungsangebot und damit auch die Nutzung sowie die Wirtschaftlichkeit ständig zu verbessern. Trotzdem zeigt der BesucherInnen-Schwund die coronabedingten Auswirkungen deutlich: 2019 kamen 46.177 BesucherInnen, 2020 nur 8.410 und 2021 17.503 Personen.

„Aufbauend auf den Erfahrungen von 2020 haben unsere MitarbeiterInnen auch 2021 hervorragend gemeistert. Deshalb konnten unsere Badegäste, Sportler und Eislauffans unsere Einrichtungen in gewohnter Weise nutzen. Einzig die Kontrolle der 2 G-Nachweise stellte unsere MitarbeiterInnen vor große Herausforderungen. Was das betrifft, mussten und müssen sie nach wie vor mit manchen Gästen leider diskutieren“, informiert Roland Oberhauser, Leiter der Städtischen Betriebe.

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