Städte werden „cool“

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Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl und IKB-Vorstand Thomas Pühringer geben den Startschuss für das Projekt “cool-INN” im Park beim Park vor der Messe © IKM/W.Giuliani

In Innsbruck soll bis zum Jahr 2023 ein „cooler“ Platz entstehen, die Planungen laufen. In Wien wurden war es schon heuer so weit, hier wurden im Juni zahlreiche „Coole Straßen“ eröffnet.

Zur Abkühlung sogenannter Hitzeinseln hat die Stadt Innsbruck gemeinsam mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), der Universität Innsbruck und der Uni für Bodenkultur in Wien (BOKU) jetzt das Projekt „cool-INN“ gestartet. Ziel ist eine verbesserte Aufenthaltsqualität des Platzes und Parks beim Messe-Gelände in der Ing-Etzel-Straße.

„Die Idee von ‚cool-INN‘ ist, die Hitzeinseln durch zusätzliche Bewässerung und Bepflanzung zu kühlen. Wir haben uns für den Projektstandort bei der Messehalle entschieden, da wir nach Fertigstellung der S-Bahn-Haltestelle durch die ÖBB von einer Belebung des Platzes ausgehen. Mit dem bestehenden Park steht ein hervorragender Experimentierraum zur Verfügung“, erklärt die Innsbrucker Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl.
Die ersten Ideen gehen in Richtung einer Wasserquelle, die sich dann über den Park verteilt. In Kombination mit den bestehenden und neuen Bäumen soll so ein Begegnungsraum mit angenehmem Klima für PassantInnen und BewohnerInnen geschaffen werden. Bis zum Ende des Sommers läuft eine BürgerInnenbefragung, parallel dazu werden Temperatur- und Klimadaten an einer vom Institut für Umwelttechnik der Uni Innsbruck aufgebauten Messstation erhoben. Das Projekt ist mit rund 500.000 Euro budgetiert, es wird mit Mitteln des Klima- und Energiefonds des Bundes gefördert. Die finale Umsetzung ist für 2023 geplant.

Entspannen im Wohnzimmer im Freien
In Wien ist man schon einige Schritte weiter, hier wurden von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein im Juni insgesamt 18 „Coole Straßen“, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, eröffnet. Dort finden die WienerInnen bis zum 20. September Entspannung und Abkühlung mit Sprühnebel, Pflanzen und schattigen Sitzgelegenheiten.

Die Standorte der „Coole Straßen“ wurden auf Basis der Wiener Hitzekarte – die zeigt, an welchen Orten in Wien Abkühlung am dringendsten nötig ist und wo viele Kinder und ältere Menschen leben – in Abstimmung mit den Bezirken ausgewählt.

Nähere Informationen: www.coolestrasse.wien