Tux: Neue Einsatzbasis für Feuerwehr, Rettung und Landesstraßendienst

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v.li: Markus Leuthold, Bgm Simon Grubauer, LHStv Josef Geisler, RK Ortsstelle Tux Lukas Kirchler, Feuerwehrkommandant Bernhard Kofler, Architekt Sebastian Neuschmid und Bauleiter Martin Juffinger © Gemeinde Tux

Die Gemeinde Tux errichtet in Vorderlanersbach um acht Millionen Euro ein neues Einsatzzentrum für Feuerwehr und Rettung. In unmittelbarer Nähe wird auch der bestehende Stützpunkt der Straßenmeisterei Zell am Ziller vom Land Tirol neu gebaut und erweitert. Die Baukosten für dieses Projekt betragen 1,25 Millionen Euro.

„Gerade in einem Tal wie dem Tuxertal ist es wichtig, alle wesentlichen Einrichtungen vor Ort zu haben. Mit dem neuen Einsatzzentrum und dem neuen Stützpunkt für den Straßendienst, die auf einen Standort zusammenrücken, leisten wir einen Beitrag für die höchstmögliche Sicherheit für Bevölkerung und Gäste sowie für die bestmögliche Erreichbarkeit des Tuxertals auch in den Wintermonaten. Das ist eine wichtige Investition in den ländlichen Raum“, freut sich LHStv Josef Geisler anlässlich des Spatenstichs für die beiden Bauprojekte. Zu den Errichtungskosten für das Einsatzzentrum mit 1.800 Quadratmetern steuert das Land Tirol 1,2 Millionen Euro aus Feuerwehrmitteln des Gemeindeausgleichsfonds bei.

„Für die Gemeinde Tux mit ihren 2.500 EinwohnerInnen und 6.500 Gästebetten ist das neue Einsatzzentrum ein Meilenstein. Wir haben lange darauf hingearbeitet und haben nun ein Projekt, das den Einsatzorganisationen eine zeitgemäße Basis gibt und eine wichtige Infrastruktur für unsere Gemeinde ist. Diese Investition wird noch zahlreichen weiteren Generationen eine große Freude bereiten. Allen, die an diesem Projekt beteiligt waren, danke ich herzlich“, so Bgm Simon Grubauer. Das nunmehrige Projekt ist aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen. Bezugsfertig soll das neue Einsatzzentrum im Herbst 2023 sein. Durch eine enge Abstimmung der zwei Projekte Einsatzzentrum und Stützpunkt ergaben sich Synergien wie zum Beispiel die gemeinsame Versorgung mit einer Hackschnitzelheizung.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tux, Bernhard Kofler, freut sich auf ein modernes Feuerwehrhaus mit Stellplätzen für sechs Fahrzeuge, einem Kameradschafts- sowie einem Jugendraum, Lagerräumen, Werkstätte und Funkraum sowie diversen Nebenräumen. Im neuen Einsatzzentrum gibt es selbstverständlich auch Umkleide- und Sanitärräume für Damen und Herren. In Summe stehen der Freiwilligen Feuerwehr Tux im neuen Einsatzzentrum mehr als 1.000 Quadratmeter Nettonutzfläche sowie ein großer Vorplatz und ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Die Ortsstelle Tux des Roten Kreuzes ist eine von sechs Ortsstellen im Bezirk Schwaz. „Wir sind ein strategisch wichtiger Versorgungspunkt sowohl für die medizinische Erstversorgung als auch im Katastrophenfall“, betont Lukas Kirchler, stellvertretender Leiter der Rot-Kreuz-Ortsstelle Tux. Auf mehr als 300 Quadratmetern finden Büro-, Schlafräume, Lagerräume und eine Garage für zwei Rettungsautos Platz. Schulungsraum und diverse Nebenräume werden von Feuerwehr und Rettung ebenso gemeinsam genutzt wie die Waschbox für die Fahrzeuge.

Bereits im Herbst diesen Jahres wird der neue Stützpunkt der Straßenmeisterei Zell am Ziller in Tux fertiggestellt. Er ersetzt die bestehende Garage und eine derzeit einfache Hütte, die auch als Aufenthaltsraum dient. „Der Stützpunkt in Tux stellt die Betreuung der L 6 Tuxer Straße auch in den anspruchsvollen Wintermonaten sicher und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Erreichbarkeit des Tals“, weiß Markus Leuthold vom zuständigen Baubezirksamt. Ein Lkw, der etwa in der Schneeräumung zum Einsatz kommt, ist fix in Tux stationiert. Neben einem Salzsilo wird auch eine Soleanlage errichtet. „Einrichtungen wie der Stützpunkt der Straßenmeisterei und das neue Einsatzzentrum sind ein deutliches Zeichen für einen lebendigen und lebenswerten ländlichen Raum. Diese ‚Hardware‘ ist aber nichts ohne die Menschen, die sich vielfach ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit stellen“, bedankt sich der für Sicherheit und Landesstraßen zuständige LHStv Josef Geisler.