Villach sorgt für den Katastrophenfall vor

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Von links: Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Unterrieder, Bürgermeister Günther Albel, Landesrat Daniel Fellner, Harald Geissler, Abteilungsleiter Feuerwehr- Zivil- und Katastrophenschutz und Kommandant der Hauptfeuerwache, dahinter sein Stellvertreter Martin Regenfelder, Feuerwehrreferent Stadtrat Harald Sobe und Alexander Tomasi, Leiter des Krisenstabes. © Stadt Villach/Adrian Hipp

Die Stadt Villach hat est kürzlich komplett neue Notstromaggregate für den Katastrophenschutz vom Land Kärnten erhalten. Damit ist die Stadt für künftige Herausforderungen gut gerüstet.

Seit vielen Jahren bereitet sich die Stadt Villach durch vielfältige Maßnahmen auf unterschiedlichste Notfälle und Katastrophenszenarien vor. So wurde vor geraumer Zeit ein Krisenstab eingerichtet, dessen Mitglieder in jährlichen Übungen geschult werden, gleichzeitig intensiviert die Stadt die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften. Zur Vorsorge zählt auch der regelmäßige Ausbau der nötigen Infrastruktur insbesondere zur Vorbereitung auf den Eintritt eines so genannten Blackouts, also des Ausfalls sämtlicher Stromversorgung über mehrere Tage.

Land bezahlt 75% der Kosten für die Notstromaggregate
Für Gemeinde- und Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner, der im Februar 2022 die neuen Geräte an die Stadt Villach persönlich übergeben hat, ist die Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner ein Herzensanliegen. Fellner: „Auf ein mögliches Blackout bereitet sich das Land Kärnten seit Jahren intensiv vor. Mir ist es wichtig, Kärnten Schritt für Schritt sicherer zu machen – dazu braucht es viele kleine Bausteine, die ein großes Ganzes ergeben. Aus diesem Grund habe ich die Förderung einer Notstromversorgung, für mindestens einen Standort pro Gemeinde als zentrale Anlaufstelle im Falle von Katastrophen, umgesetzt. Ich freue mich, dass wir heute vier Notstromaggregate, die wir von Seiten des Landes mit 120.000 Euro (75% der Kosten) gefördert haben, an das KAT-Lager in Villach übergeben können. Diese Aggregate werden im Fall des Falles je einen ‚Leuchtturm‘ bespielen, bei dem Zugang zu Kommunikation sowie eine Versorgung der Bevölkerung mit den wichtigsten Dingen des täglichen Lebens gewährleistet ist“.

„Derzeit arbeiten wir seitens der Stadt an der Umsetzung von Leuchttürmen in mehreren Stadtteilen, die den Bürgerinnen und Bürgern im Notfall zur Verfügung stehen, um Informationsflüsse und Versorgung sicherzustellen“, sagt Bürgermeister Günther Albel. Diese so genannten „Servicepoints“ müssen im Fall des Falles möglichst autark sein, daher hat die Stadt nun mit Unterstützung des Landes Kärnten vier leistungsstarke Stromgeneratoren angeschafft, die bei zahlreichen Katastrophenfällen eingesetzt werden können. „Das Land ist seit jeher ein verlässlicher Partner besonders beim Thema Katastrophenschutz. Ich bedanke mich bei Landesrat Fellner für die Unterstützung bei der Anschaffung der wichtigen Geräte zum Ausbau der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, sagt der Bürgermeister.

Mobile Tankstelle und neuer Teleskoplader
Zur Sicherstellung der Treibstoffversorgung im Notfall dient künftig eine neue mobile Tankstelle, die den Verbrauch der Stromerzeuger decken kann. Einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leistet künftig außerdem ein neuer Teleskoplader, der von den Kameradinnen und Kameraden der Hauptfeuerwache unter anderem auch in schwierigem Gelände eingesetzt werden kann.

Villachs Feuerwehrreferent Stadtrat Harald Sobe: „In Villach leben wir seit vielen Jahren eine hervorragende Partnerschaft mit den Einsatzkräften und insbesondere den Freiwilligen Feuerwehren. Es ist unsere Aufgabe, diese Verbundenheit weiter zu pflegen und gleichzeitig für die entsprechende Ausrüstung der Kameradinnen und Kameraden zu sorgen. Das Land Kärnten liefert uns dabei wichtige Unterstützung.“

Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Unterrieder: „Auch bei größeren Schadenslagen kann man sich auf unsere Notfall- und Krisenstrukturen sowie auf die Villacher Feuerwehr verlassen. Dennoch kann es Ereignisse geben, wo diese gewohnte sehr hohe Versorgungssicherheit nicht aufrechterhalten werden kann. Etwa bei einem Blackout, ein Blackout ist aber kein Schicksalsszenario! Wir können uns darauf vorbereiten, damit im Fall des Falles die Katastrophenhilfe und Notversorgung schnell und effektiv starten kann. Die übergebenen Notstromerzeuger sind Bestandteil des Blackouts – Programmes der Stadt Villach und sollen im Notfall zur Erhaltung der wichtigsten Infrastruktur zur Verfügung stehen.“