Wien: 48er-Vorbereitungen für Winterdienst laufen auf Hochtouren

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Foto: MA 48

Die Thermometer haben bereits einige Male Minusgrade in Wien angezeigt und der Winterdienst der 48er ist selbstverständlich auf den ersten Winterdiensteinsatz bestens vorbereitet. Es kann jederzeit auf 313 Räum- und Streufahrzeuge sowie auf bis zu 1.400 bestens geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgegriffen werden.

Umweltschutz durch innovative Streutechnologien
Innovative Streutechnologien, die den Salzverbrauch bei geringen Minustemperaturen noch weiter reduzieren, sind seit Jahren in Verwendung. Durch den Einsatz von Sole und Feuchtsalz konnten die Streusplitt- und Salzmengen in Wien in den letzten Jahren drastisch reduziert werden. „Das ist gleichzeitig eine überaus effiziente Maßnahme im Kampf gegen den Feinstaub und somit zur erfolgreichen Einhaltung der EU-Feinstaubgrenzwerte – und kommt somit unserem Klima zugute“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Bei Temperaturen um Null Grad kommt vornehmlich Sole zum Einsatz, bei deutlich kälteren Temperaturen in Kombination mit hohen Schneemengen punktet das bewährte Feuchtsalz mit seiner besseren Tauleistung.

Neuigkeiten im Winterdienst 2020/21
· Ausbau der Winterdienst-Lagerplätze
Im Rahmen der Modernisierung der Salz- und Soleinfrastruktur wurde die Kapazität auf den Winterdienst-Lagerplätzen für ganz Wien ausgebaut. Die Salzlager in den Silos wurden um 700 Tonnen auf nunmehr 11.500 Tonnen, die Solelager in den Tanks um 200.000 Liter auf knapp 2 Mio. Liter aufgestockt.
· Neue Fahrzeuge
Für den Winterdienst wurden 5 neue LKW und 19 Kleinfahrzeuge inklusive neuer Streuer beschafft. Diese sind mit Streutellern und Sprühbalken ausgestattet. Zusätzlich können diese Geräte zwei verschiedene flüssige Auftaumittel ausbringen.
Für die Betreuung von Radwegen wurden 5 Kleinfahrzeuge mit Knicklenkung angeschafft. Diese Kleinfahrzeuge haben neben dem Winterdienstaufbau (Solestreuer und Pflug) auch einen Kehraufbau für den Sommer.
· Kunststoffpflug im Test
In der heurigen Saison wird im Bereich der Fußgängerzone Favoritenstraße ein komplett aus Kunststoff geformter Pflug getestet. Dieser ist flexibel und kann in mehreren Stellungen eingesetzt werden. Auch die Geräuschentwicklung beim Pflügen soll getestet werden.
· Alternatives Flüssigstreumittel
In Zusammenarbeit mit der TU Wien werden alternative Streumittel untersucht. In dieser Winterdienstsaison wird dazu im 22. Bezirk ein Praxistest durchgeführt. Wichtig sind dabei die Ergebnisse zur Tauleistung und Griffigkeit.
· Corona Notfallplan
Damit der Winterdienst auch in Zeiten von Corona durchgeführt werden kann, wurde ein Notfallplan ausgearbeitet. Dieser sieht in erster Linie – um die Ansteckungsgefahr zu minimieren – einen zeitversetzten Dienstbeginn und Fahrerwechsel vor. Für das Lenkerpersonal auf Bereitschaft ist der Aufenthalt in größeren Räumlichkeiten (z.B. Speisesaal) untersagt.

„Die 48er ist ein wichtiger Bereich der Infrastruktur und Daseinsvorsorge Wiens“; betont Stadtrat Czernohorszky. „Gerade während der Corona-Krise sichern Abteilungen wie die MA48 das reibungslose Funktionieren unserer Stadt!“

Zahlen, Daten, Fakten:
Eingesetztes Personal (max.) – 1.400 Personen
Betreute Straßenlänge – 2.800 km (bzw. 6.000 km Fahrstreifen)
Betreute Länge an Gehsteigen, kombinierten Geh- und Radwegen, Stiegen und Marktflächen – 773 km
Betreute Straßenfläche – 24 Mio. m²
Eingesetzte Räum- und Streufahrzeuge (max.) – 313 LKW, Kleinfahrzeuge und Traktoren
48er Winterdienst-LKW – 70
Private Winterdienst-LKW – 98
Kleinfahrzeuge und Traktoren – 145
Winterdienstlagerplätze – 12
Auftaumittelsilos – 25
Soleanlagen – 16
Glättewarnanlagen – 11
Schneeabtauflächen bzw. -ableerstellen – 7
Lagerkapazitäten Streumittel
Salz (in Silos und Zentrallager) – 57.700 Tonnen
Sole – knapp 2 Mio. Liter
Streusplitt – 2.145 Tonnen

Quelle: Stadt Wien